Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Strittiges Bauland in Delmenhorst Delmenhorster Bürger fordern optimales Baugebiet

Von Michael Korn | 18.01.2016, 20:34 Uhr

Die Delmenhorster Ratsparteien geraten in Zugzwang beim umstrittenen Baugebiet Langenwisch: Die Bürgerinitiative IG Stickgras hat einen Forderungskatalog vorgelegt, der dem geplanten Wohnquartier klare Grenzen gibt.

Vor der erneuten politischen Beratung am Dienstag, 19. Januar 2016, über das umstrittene künftige Neubaugebiet Langenwisch im Delmenhorster Stadtteil Stickgras hat die Bürgerinitiative IG Stickgras den Druck auf die Ratsparteien erhöht: Sie hat den Fraktionen einen Forderungskatalog vorgelegt, wie sie sich das neue Wohnquartier vorstellt.

IG Stickgras: Ohne Nachteile für Anwohner

Laut Sprecher Peter Rödig können die Absichten der Interessengemeinschaft in einem Satz zusammengefasst werden: „Wir wünschen uns für alle ein vielfältiges und bestmögliches Wohngebiet – für alle Altersgruppen aus allen sozialen Strukturen – ohne Nachteile für die vorhandenen Bewohner!“

Maximal zwei Geschosse

Insbesondere die geplanten Mehrparteienhäuser entlang der Langenwischstraße möchten die Anwohner auf ein möglichst reduziertes Ausmaß begrenzen – mit großem Abstand zur Straße, Begrenzung auf sechs Wohnungen je Gebäude, maximal zwei Geschossen und hochwertigen Fassaden. Dahinter sollen sich ausschließlich Einfamilien- und Doppelhäuser anschließen unter Berücksichtigung des Baumbestandes und des Biotops.

Tempo 30 ausweisen

Auch das Thema Verkehr ist für die IG Stickgras von großer Bedeutung: Die Leistungsfähigkeit der neuen Zufahrtsstraßen müsse ebenso gewährleistet sein wie die Sicherheit von Kita- und Schulkindern sowie Seniorenheim-Bewohnern. Es dürfe keine Zufahrt ins Neubaugebiet gegenüber der Kita geben. Die Langenwischstraße solle von der Syker bis zur Tannenbergstraße Tempo 30-Zone werden. Den Anwohnern dürften keine Straßenkosten angelastet werden. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Rathaus.