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Sturm am 2. Weihnachtstag Land unter in Bremen – Kaum Sturmschäden in Delmenhorst

Von Eyke Swarovsky und Sonia Voigt | 27.12.2016, 12:20 Uhr

Der Sturm, der am zweiten Weihnachtstag über den Norden fegte, hat die Weser in Bremen an mehreren Stellen über die Ufer treten lassen. In Delmenhorst gab es nur wenige Einsätze der Feuerwehr.

Starke Windböen drückten in der Nacht zu Dienstag so viel Wasser in die Weser, dass der Fluss an mehreren Stellen über die Ufer trat. Der Pegel stieg am Ochtumsperrwerk zwei Meter höher als normal. Unter anderem hieß es „Land unter“ an der Promenade am Weserufer, unterhalb der Schlachte. Auch das Stauwerk am Werdersee wurde überflutet. Dabei kam es jedoch – im Gegensatz zu Teilen Hamburgs, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns – zu keinen größeren Schäden.

Nur drei Einsätze in Delmenhorst – Pegel der Delme stieg deutlich

In Delmenhorst blieb es trotz kräftiger Böen vergleichsweise ruhig. Die Feuerwehr musste lediglich zu zwei umgestürzten kleinen Bäumen und einem größeren Ast-Abbruch ausrücken.

Der Pegel der Delme stieg am Montag ebenfalls an. Vor allem im Bereich Hasbergen stieg das Wasser bis an den Uferrand. Überschwemmungen drohen jedoch nicht. „Hier besteht keinerlei Gefahr“, sagt Heiko Stubbemann, selbst Hasberger und Vorsteher des Ochtumverbands, der die Wasserstände aus seinem Büro in Harpstedt stetig überwacht. „Das Ochtumsperrwerk ist zugegangen“, berichtet Stubbemann. Es schütze das Binnenland schon seit 1974 effektiv vor Sturmfluten. Delmenhorst wird seit 2014 zudem durch das neue Rückhaltebecken in Schlutter vor Hochwasser bewahrt, das aber beim jetzigen Wasserstand noch gar nicht benötigt wird. „Da müssten noch viel stärkere Niederschläge von oben dazukommen“, erklärt Stubbemann.

Feuerwehr muss Schild in Stuhr abmontieren

Bei Stuhr erfasste eine Windböe ein Hobby-Gewächshaus in einem Garten. Das Gewächshaus flog durch die Luft und blieb schließlich an einem großen Baum hängen. Einen weiteren Einsatz gab es im Gewerbegebiet in Groß Mackenstedt. Nach Angaben des stellvertretenden Gemeindepressesprechers der Feuerwehr Stuhr, Matthias Thom, musste dort ein Reklameschild an einer Firma gesichert werden. Durch die starken Windböen drohte das Schild herabzustürzen. Über die Drehleiter wurde die Reklame schließlich abmontiert.

Umgestürzte Bäume im Landkreis Oldenburg

Im Landkreis Oldenburg gab es mehrere Einsätze durch auf Straßen gestürzte Bäume. Unter anderem in Wardenburg, Schierbrok, Bookholzberg und Düngstrup. In Wüsting kippte ein Baum auf ein Haus.