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„Summertime Jazz“ füllt Stadtkirche Chor Kreuzneun begeistert bei Premiere in Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen | 18.06.2018, 15:05 Uhr

Leicht wie eine sommerliche Brise kam die Konzertpremiere von Kreuzneun am Sonntag daher. Mit Unterstützung einer kleinen Band holten sie den „Summertime Jazz“ in die Stadtkirche.

„Ein buntes Programm aus fröhlichen, traurigen, schnellen und langsamen Stücken“ kündigte Chorleiterin Karola Schmelz-Höpfner am Sonntagabend vor Beginn des Premierenkonzerts von Kreuzneun in der Stadtkirche an. Dass sie damit nicht zu viel versprochen hatte, wurde nach wenigen Stücken deutlich. Denn was der Chor sich unter dem Titel „Summertime Jazz“ überlegt hatte, war wirklich vielfältig.

Gospelklassiker neben Radiohits

Ob Gospel, Rock, Pop, Funk oder eben Jazz – die 17 Sängerinnen und Sänger zogen vor vollbesetzten Reihen sämtliche musikalischen Register. Unterstützung erhielten sie dabei von einer kleinen, aber klangstarken Band: Agata Ciurkot (Piano), Thomas Milowski (Bass), Christian Höpfner (Drums) und Erik Konertz (Doppelrolle: Posaune und Gesang) sorgten für ein jazziges Feeling. Echte Gospelklassiker wie „I set my sail“ oder „Lift your head up high“ wechselten sich mit Spirituals („Joshua“) und populären Stücken ab. So freute sich das Publikum darüber, aktuelle Radiohits wie das rockige „Human“ des Soul-Musikers Rag’n’Bone Man Chor-gerecht und damit ganz anders arrangiert zu hören. Tiefer in die Pop- und Funk-Vergangenheit ging es dann schon mit „Got to get you into my life“ von The Beatles oder „September“ der amerikanischen Band Earth Wind and Fire, sowie Carole Kings „You’ve got a friend“.

Jazz-Klassiker verleiten zum Mitsingen

Ein besonderer Schwerpunkt wurde natürlich auch auf die namengebende Musikrichtung des Abends, den Jazz, gelegt. Bekannte Stücke wie das tropisch anmutende „Agua de beber“, „Take Five“ oder „Black Orpheus“ verleiteten einige Zuhörer und Zuhörerinnen sogar zum Mitsingen. Drei kurze Zwischenspiele, die die vierköpfige Band alleine bestritt, ließen bekannte Jazz-Melodien erkennen.

Einer der Höhepunkte des knapp zweistündigen Konzerts: „Run to you“ der Gruppe Pentatonix wurde a cappella gesungen und erzeugte dank warmer Klangfarbe ein echtes Gänsehaut-Erlebnis in der Stadtkirche. Das Publikum zeigte sich sichtlich begeistert von der Kreuzneun-Premiere. Immer wieder spendeten sie anerkennenden Zwischenapplaus.