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Tag der offenen Tür Einblicke in Arbeitsalltag bei den Delme-Werkstätten

Von Dirk Hamm | 16.11.2015, 11:34 Uhr

Normalerweise wird sonntags nicht gearbeitet in den Delme-Werkstätten. An diesem Sonntag war das jedoch ausnahmsweise anders, den ganzen Tag über herrschte Hochbetrieb in den Werkstätten für behinderte Menschen an der Richtstraße: Zahlreiche Besucher schauten beim Tag der offenen Tür vorbei und blickten den Beschäftigten bei der Arbeit über die Schulter.

„Wir laden jedes Jahr zu einer größeren öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung ein. Ein Wintermarkt wie in den vergangenen Jahren im Betriebsgebäude I war wegen Bauarbeiten diesmal nicht möglich. Deshalb haben wir einen Tag der offenen Tür gemacht, um die Produktion in der Werkstatt II vorzustellen“, erläuterte Betriebsleiterin Irina Schlüter. In mehreren Werkräumen hatten die Gäste nicht nur die Möglichkeit, bei den verschiedenen Arbeitsschritten in der Montage und Verpackung etwa von Autoreparatursätzen für einen Auftraggeber aus der Automobilbranche zuzuschauen, sondern es selbst auch einmal zu versuchen. Das brachte manchen Besucher zum Staunen, hat Irina Schlüter festgestellt: „Da hat manch einer gemerkt, dass unsere Beschäftigten doch eine ziemlich qualifizierte Tätigkeit verrichten.“

Lagerverkauf organisiert

Auch zu kaufen gab es einiges in den Werkstätten. Da diesmal der Delme-Shop auf der gegenüberliegenden Straßenseite nicht geöffnet hatte, wurde im Betriebsgebäude II ein Lagerverkauf organisiert. Angeboten wurden Holz- und Keramikwaren sowie Marmeladen und Liköre, teils aus eigener Produktion, teils von einem anderen Standort der Delme-Werkstätten.

270 Arbeitsplätze in Delmenhorst

Die Betriebsräume in Delmenhorst gehören zu einem Verbund der Delme-Werkstätten mit insgesamt 14 Standorten. In Delmenhorst haben rund 270 Behinderte ihren Arbeitsplatz.