Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Tag des offenen Handwerks Einblick ins Delmenhorster und Ganderkeseer Handwerk

Von Frederik Grabbe | 12.09.2016, 15:42 Uhr

Das Handwerk sucht Auszubildende. Über den Aktionstag „Tag des Handwerks“ will die Kreishandwerkerschaft für ihre Betriebe werben. Auch Studienabbrecher will sie aktiv ansprechen.

Brot backen, an Motoren schrauben, Schränke schreinern: Die Kreishandwerkerschaft bietet wieder Einblicke ins Handwerk an. Zum sechsten Mal lädt sie Jugendliche zum Aktionstag „Tag des offenen Handwerks“ ein. 52 Betriebe aus Delmenhorst, Ganderkesee und vereinzelt auch Harpstedt, Hude und Wildeshausen beteiligen sich. Am Samstag, 17. September, können sich junge Menschen mit Interesse an einer Ausbildung im Handwerk von 10 bis 14 Uhr ein Bild von den praktischen Abläufen in den Betrieben machen.

Werbung mit Flyern und über soziale Netzwerke

Die ausrichtende Kreishandwerkerschaft hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Aktion ein Erfolg wird. „Wir haben Schulen und Lehrer mit einer Menge an Info-Flyern angefüttert. Um zielgruppengenau auf die Klientel einzugehen, haben wir uns in Sachen Facebook professionelle Hilfe geholt“, sagt Geschäftsführer Hartmut Günnemann im Vorfeld. Die Ansprache im sozialen Medium sei vielversprechend verlaufen, allerdings lässt am Wochenende auch die Konkurrenz aus Oldenburg grüßen, am Freitag und Samstag findet in der Weser-Ems-Halle die Jugendmesse „Job4U“ statt. „Wir hoffen, dass sich diese unvorhergesehene Terminüberschneidung nicht bei unseren Besucherzahlen bemerkbar macht“, so Günnemann. In Abgrenzung zur Messe allerdings wollen die Betriebe aber mit Praxis punkten – die trockene Theorie zu den unterschiedlichen Berufsbildern soll am Aktionstag erst einmal außen vor bleiben. (Weiterlesen: Tag des offenen Handwerks 2015 – Ein Anlagentechniker stellt sich vor)

Auch Abiturienten und Studienabbrecher sind willkommen

Vornehmlich will die Kreishandwerkerschaft 14- bis 16-Jährige erreichen, was aber nicht heißt, dass nicht auch Älteren unwillkommen wären. „Bundesweit brechen 30 Prozent aller Studierenden ihr Studium ab, generell ist die Quote der Studierenden sehr hoch“, so Kreishandwerksmeistern Britta Jochims. Sie sieht einen „hohen gesellschaftlichen Druck“, der die Jugend zum Studium dränge. „Einige sind aber eher fürs Handwerk geeignet, darum wollen wir auch Abiturienten oder Studienabbrecher ansprechen.“ Schließlich verbaue einem eine Handwerksausbildung nicht den Weg zum anschließenden Studium. Aktuell stehen bei der Kreishandwerkerschaft 62 Ausbildungsstellen offen.

Eine Übersicht über alle teilnehmenden Betriebe, die Ausbildungsberufe quer durch alle Gewerke anbieten, bietet die Kreishandwerkerschaft auf dieser Übersicht an. . Eine Anmeldung ist nicht nötig.