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„Tanz in der Turbinenhalle“ Schwungvoll durchs Delmenhorster Industriedenkmal

Von Marco Julius | 24.03.2017, 13:17 Uhr

Eine offene Tanzveranstaltung inmitten einer historischen Industriekulisse, das bietet der „Tanz in der Turbinenhalle“. Zweimal jährlich wird künftig in der „Kathedrale der Arbeit“ getanzt.

Gerechnet hatten die Organisatoren bei der Premiere mit vielleicht zehn Paaren. Gekommen sind Ende Oktober allerdings über 40 Paare. Der „Tanz in der Turbinenhalle“, eine Kooperation zwischen dem Nordwestdeutschen Museum für Industriekultur und dem Tanzsportzentrum Delmenhorst, war ein voller Erfolg. „Uns war gleich klar, dass wir weitermachen wollen“, sagt Dr. Carsten Jöhnk, Leiter des Museums. Künftig soll die Tanzveranstaltung inmitten der geschichtsreichen Turbinenhalle zweimal im Jahr angeboten werden. Die ersten beiden Termine in der „Kathedrale der Arbeit“ stehen schon fest. Am Sonntag, 2. April, geht es um 15 Uhr los. Im Herbst haben sich die Organisatoren den 22. Oktober ausgekuckt. Der Eintritt kostet jeweils fünf Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Am Piano greift Klaus Möckelmann in die Tasten

Klaus Möckelmann am Piano ist wieder dabei, zudem gibt es Tanzbares von Tango bis Walzer aus der „Konserve“. Kaffee und Kuchen steuert das Café im Kunsthandwerk bei.

„Bei der Premiere hat sich eine schöne Mischung aus Jung und Alt in der Turbinenhalle eingefunden. Jüngere Paare, die aus Bremen gekommen waren, haben sich von der besonderen Atmosphäre der Turbinenhalle begeistert gezeigt. Sie haben gefragt, ob sie jetzt jeden Sonntag kommen können“, erinnert sich Elisabeth Vosseler vom Tanzsportzentrum.

Viel ehrenamtliches Engagement

Jede Woche, das sei dann doch etwas viel Aufwand, sagt Jöhnk, gerade weil viel ehrenamtliches Engagement vonnöten sei. Jöhnk, selbst leidenschaftlicher Tänzer, macht keinen Hehl daraus, dass der „Tanz in der Turbinenhalle“ auch eine gute Marketingidee für das Museum ist. „Wir bekommen so natürlich Leute in unser Haus, die sonst vielleicht nicht gekommen wären. Das schafft Aufmerksamkeit für unsere Ausstellungen.“

Sorge, nicht gut genug tanzen zu können, müsse im Übrigen niemand haben. „Der Spaß soll bei uns im Vordergrund stehen, hier geht es nicht um vollendeten Turniertanz“, betont Elisabeth Vosseler.