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Tanzveranstaltung Wiener Kaffeehaus-Kultur in Delmenhorster Turbinenhalle

Von Marco Julius | 01.10.2016, 10:34 Uhr

„Tanz in der Turbinenhalle“ heißt eine Veranstaltung, die Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre auf die Nordwolle bringen soll. Es darf getanzt werden in einem besonderen Ambiente.

Die „Kathedrale der Arbeit“, wie die aus dem Jahr 1902 stammende Turbinenhalle auf dem Nordwolle-Gelände aufgrund ihrer nahezu sakralen Architektur auch genannt wird, soll am Sonntag, 30. Oktober, erstmals auch so etwas wie Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre versprühen. Die Turbinenhalle, heute beeindruckender Teil des Nordwestdeutschen Museums für Industriekultur, soll sich zu einem Café mit Tanzgelegenheit verwandeln. Die Idee dazu hatte Martin Ciomber, stellvertretender Vorsitzender des Tanzsportzentrums (TSZ) Delmenhorst, als viele junge Menschen bei einer Veranstaltung von DelONet eine fröhliche Party in der Turbinenhalle feierten. „Das war ein tolles Bild“, erinnert sich Ciomber. Mit der Idee für die Veranstaltung „Tanz in der Turbinenhalle“ ist er dann beim Museumsleiter Dr. Carsten Jöhnk gleich auf offene Ohren gestoßen.

Turbinenhalle mit ganz eigener Atmosphäre

„Die Turbinenhalle begeistert immer wieder Menschen mit ihrer ganz eigenen Atmosphäre“, sagt Jöhnk. Über die Tanzveranstaltung hofft er, auch neue Besucher für das Museum zu gewinnen, auch vielen Delmenhorstern sei gar nicht klar, was auf der Nordwolle alles geboten werde. Was aber steckt hinter dem „Tanz in der Turbinenhalle“? „Wir wollen einen Ort bieten, an dem Standardtänze getanzt werden können. Kaffee und Kuchen sollen das Angebot abrunden“, sagt Ciomber. Der Musiker Klaus Möckelmann spielt live Tischmusik, die Musik zum Tanzen, etwa für Walzer oder Tango, komme dann aus der Konserve. Es sind auch Gäste eingeladen, die nicht tanzen, sondern einfach die Kaffeehaus-Atmosphäre genießen wollen.

In der Turbinenhalle wird eigens ein Tanzboden verlegt, Sitzgelegenheiten gibt es an Tischen. Für Kaffee und Kuchen ist das ebenfalls auf der Nordwolle gelegene Café im Kunsthandwerk zuständig.

Ansprechen will Ciomber ein Publikum ab 40 Jahre, natürlich dürften aber auch jüngere Besucher gern kommen. Neben Ciomber ist auch Tanzlehrerin Sabine Wittenfeld vom TSZ dabei, viele Tänzer des TSZ haben ihr Kommen bereits angekündigt.

Eintritt kostet fünf Euro

Die Turbinenhalle habe mit ihrer einmaligen Atmosphäre schon bei Lesungen und Konzerten und sogar bei Trauungen überzeugt, sagt Jöhnk. Der „Tanz in der Turbinenhalle“ sei jetzt ein Versuch, sollte er gelingen, ist eine Wiederholung natürlich nicht ausgeschlossen. Ciomber hofft auf 100 Besucher bei der Premiere. Der Eintritt kostet fünf Euro, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Getanzt werden kann am Sonntag, 30. Oktober, von 15 bis 18 Uhr.