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Tausende Gäste rund um Markthalle Weinfest stimmt vor und hinter den Tresen zufrieden

Von Sonia Voigt | 13.08.2017, 20:47 Uhr

Das Wetter hat das Delmenhorster Weinfest im Vergleich zum Vorjahr Gäste gekostet. Trotzdem kamen über die drei Abende einige tausend Wein-Freunde. Der neue Aufbau bewährte sich.

Zufriedene Gesichter hat das dreitägige Delmenhorster Weinfest am Wochenende bei den Wein-Liebhabern vor und hinter den Tresen hinterlassen. Auch Axel Langnau, Geschäftsführer der ausrichtenden Delmenhorster Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft (dwfg), zieht eine positive Bilanz – und das obwohl dicke Wolken und Schauer das Fest rund um die Markthalle Gäste kosteten. Einige tausend Besucher waren es trotzdem, wenn auch nicht die 10.000 aus dem Jahr 2016. „Das Weinfest gehört zu Delmenhorst und geht weiter, 2018 im fünften Jahr“, gibt der dwfg-Chef die Stimmung wieder. Angesichts der Wettervorhersage habe sein Team Schlimmeres befürchtet, die spontan organisierten Pavillons bewährten sich.

Lob für Standort rund um die Markthalle

„Supertoll“ lautet das Urteil von Michaela Wiktor vom Delmenhorster Weinfachhandel La Piazza, die das über die Jahre gewachsene Weinfest schon lange begleitet. Das Fest habe sich als Event im Terminkalender der Stadt gefestigt und werde gut angenommen, die Leute seien begeistert. Die frühzeitige Werbung habe geholfen, damit die Gäste sich die Abende vormerken und freihalten. Auch der nach Vorläufern am Schweinemarkt nun zum vierten Mal gewählte Standort in der „guten Stube“ der Stadt sei ideal. „Hier haben wir viel mehr Möglichkeiten, vor allem jetzt, wo wir den gesamten Rathausplatz nutzen konnten“, sagt Wiktor. „Ein absoluter Mehrwert“, findet auch dwfg-Chef Langnau, zumal durch die neue, großzügigere Aufstellung alle Winzer gleichmäßig Zulauf hatten und die Kunden zwischen geschützten Sitzplätzen vor und in der Markthalle wählen konnten.

Württemberger Weinhändler bescheinigt Delmenhorstern Offenheit für Neues

Zum ersten Mal dabei war Weinhändler Martin Müsken, der Württemberger Weine vom Weingut Eberbach-Schäfer vorstellte. Er sei „positiv angetan“ und würde gern wiederkommen, lautet sein Fazit nach dem ersten Delmenhorst-Gastspiel. „Die Leute sind sehr aufgeschlossen und schätzen ein gutes Glas Wein in geselliger Runde“, berichtet er. Im Vergleich zu anderen Weinfesten habe sich auch der Auftaktabend Donnerstag schon recht gut angelassen. Bis gegen 23 Uhr hielten die Wein-Freunde durch, Freitag und Samstag sogar bis 0.30 Uhr.

Qual der Wahl zwischen Obello und Grauburgunder

Ein Schlückchen vom italienischen Obello kosten oder doch lieber ein Glas Grauburgunder vom Württemberger Weingut? Beim Delmenhorster Weinfest hatten Liebhaber des Rebensaftes eine deutlich größere Auswahl als beim durchschnittlichen Restaurantbesuch und konnten sich von den Weinhändlern und Winzern auch gleich Herkunft und Besonderheiten des neuen Lieblingsweins erläutern lassen. Viele Gäste waren nicht zum ersten Mal da, sondern „Wiederholungstäter“. Einige überzeugte das Weinfest sogar so, dass sie gleich an allen drei Abenden wiederkamen.

„Tolle Dinge in der Stadt unterstützen“

Zumindest jedes Jahr dabei ist Delmenhorsterin Imke Melcher mit ihrem Freundeskreis. „Wenn es in der Stadt solche tollen Dinge gibt, muss man die unterstützen“, findet sie. Der Standort der kleinen Budenstadt zwischen Rathaus und restaurierter Markthalle gefällt ihr gut, sagt Melcher, und lobt die schöne Atmosphäre. Gar nichts zu meckern, also? „Alles bestens“, entgegnet die Gruppe von ihrem Aussichtspunkt zwischen Rathaus und Markthalle. Deren Dach wussten die Gäste vor allem abends zu schätzen, wenn es kühler wurde, und tanzten dort vor allem Freitag und Samstag bis in die Nacht zur guten Livemusik von Steff Heinken und Andreas Stodte sowie Larry and the Handjives.