Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Tempo 30 in Delmenhorst Politik stimmt erneut Tempolimit auf Hauptstraßen ab

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 25.05.2016, 14:14 Uhr

Auf den Delmenhorster Straßen soll es ruhiger werden. Deshalb soll auf einigen Abschnitten von Hauptstraßen das Tempolimit in der Nacht abgesenkt werden.

Zur Lärmminderung plant die Stadt Delmenhorst, noch in diesem Jahr das Tempolimit auf mehreren Hauptstraßen im Stadtgebiet in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr herabzusetzen. Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Gewässerschutz soll darüber in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 31. Mai 2016, im Rathaus abstimmen. Die Politik hatte die Pläne bereits im September 2015 mehrheitlich abgelehnt. Der Verwaltungsausschuss hatte die Vorlage anschließend aber zur erneuten Beratung in den Ausschuss zurück verwiesen.

An folgenden Straßen soll ein nächtliches Tempolimit von 30 Stundenkilometern eingeführt werden:

  •  
  •  Friedrich-Ebert-Allee zwischen Karlstraße und Grüne Straße
  •  Adelheider Straße zwischen Brendelweg und Autobahn A 28
  •  Mühlenstraße zwischen Welsestraße und Linoleumstraße
  •  Stedinger Straße zwischen Lerchenstraße und Richtstraße
  •  Koppelstraße zwischen Schulstraße und Friedrich-Ebert-Allee
  •  Oldenburger Straße zwischen Franz-Schubert-Straße und Ludwig-Kaufmann-Straße
  •  Bismarckstraße zwischen Moltkestraße und Cramerstraße

Die Pläne für das Tempolimit gehen zurück auf den 2014 vom Rat der Stadt beschlossenen Lärmaktionplan. Ein Gutachter hatte darin verschiedene Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung, Verkehrslenkung- und Organisation sowie ein ergänzendes Fahrbahnsanierungskonzept zur Verbesserung der Verkehrslärmsituation in der Stadt vorgeschlagen. „Der Stadt Delmenhorst werden kurzfristig keine Haushaltsmittel für lärmschutzorientierte Fahrbahnsanierungen zur Verfügung stehen“, heißt es in der Darstellung der Verwaltung. Verkehrsvermeidungs- oder Verlagerungsansätze, wie beispielsweise ein Parkplatzmanagement, die Förderung des Radverkehrs oder die Stärkung des ÖPNV, könnten nicht kurzfristig konzipiert oder umgesetzt werden.

Tempolimit ist kostengünstig

Deshalb greift die Verwaltung die Empfehlungen des Gutachters der neuen Geschwindigkeitsvorgaben auf, die kostengünstig und kurzfristig zu realisieren seien. Bis auf das Tempolimit an der Friedrich-Ebert-Allee und der Adelheider Straße hatte der Gutachter bei den übrigen Straßen sogar eine ganztägige Temporeduzierung vorgeschlagen. Dennoch soll auch hier die neue Geschwindigkeitsbegrenzung zunächst nur nachts gelten. Die Akzeptanz sowie der Erfolg der Maßnahmen soll nach Ablauf des Jahres 2016 ausgewertet und im Fachausschuss vorgestellt werden. Die Verwaltung rechnet mit Kosten von rund 7000 Euro für die Beschilderung und weiteren 24.000 Euro für Verkehrszählungen und -auswertungen.

Weiterlesen: Bürger wollen Tempo 30 auf Delmenhorster Hauptstraße