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Theater aus Licht und Farben Delmenhorster Burginsel wird zu „Moraland“

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 21.07.2016, 17:45 Uhr

Die fantastische Welt von „Moraland“ erstreckt sich am Wochenende über die Burginsel in Die „Moraner“ haben das Gelände für die Burginselträume zu ihrer Heimat gemacht – und spielen dort mit allen Sinnen jener, die sie besuchen.

Eine große rote Knospe in der Mitte, ein mit Sternen verziertes Gemälde, ein Portal mit römischen Säulen: Noch ist nicht ganz klar, was hinter der Gesichte steckt, die am Wochenende auf der Burginsel erzählt wird. Fest steht: Wenn es Freitag- und Samstagabend anfängt zu dämmern können die Besucher bei den Burginselträumen in die Welt der „Moraner“ aus Farben und Klängen eintauchen. Das Theater Anu aus Berlin hat zum vierten Mal die Burginsel in eine Bühne aus verschiedenen Spielorten verwandelt, an denen in diesem Jahr die Geschichte der Moraner erzählt wird.

„Es ist ein sehr spezielles Projekt. Ein Schaubudenjahrmarkt auf der einen Seite, auf der anderen Seite wird eine Fantasiegesichte erzählt“, verspricht Stefan Behr, künstlerischer Leiter des Theaters. Sehr aufwendig hergestellte Objekte, die zum einen Kunst darstellen und zum anderen die Besucher zum Mitmachen anregen, bilden diese Fantasiewelt. Die Schauspieler des Theaters spielen als Moraner die Geschichte dazu. Ein übergroßes Kaleidoskop in einem Zelt verzaubert mit verspiegelten Bildern und Farben. Mit besonderen Effekten kann ein großes gemaltes Bild sich vor den Augen der Zuschauer von jetzt auf gleich verwandeln. Ein Steingarten erzählt eine Gesichte über die Geduld. Andere Objekte geben akustische Signale von sich.

Geschichte über das Verhältnis von Mensch und Natur

Die Geschichte zu dem Stück haben sich die Künstler selbst ausgedacht: Im fabelhaften Land der Moraner gibt es ein natürliches Geflecht, das alles Leben miteinander verbindet, das „Moorts“. Dieses bündelt sich in einer roten Knospe, die sich auf der Mitte der Burginsel erstreckt. „Nach und nach erschließt sich die Geschichte den Zuschauern“, erklärt Stefan Behr.

Die Moraner haben ringsherum ihr Lager aufgeschlagen. Nach altem Brauch müsse eine Königin erwählt werden und eine Nacht in der Knospe schlafen, um den Bund zwischen den Moranern und dem Moorts wiederherzustellen. Die Delmenhorsterin, die anstrebt Königin der Moraner zu werden, müsse jedoch zunächst einige Prüfungen bestehen. „Es geht eigentlich um das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, künstlerisch dargestellt“, sagt Stefan Behr.

Ein etwas anderes Theater

1500 Besucher kamen im letzten Jahr allein an einem der beiden Tage zu den Burginselträumen. „Diese andere Theaterform öffnet die Menschen für das Theater“, findet Ann-Katrin Meyer vom Kulturbüro der Stadt. Die Veranstaltung sei mit den Jahren auch überregional bekannt geworden. Seit Mittwoch bauen die Künstler die fantastische Welt auf. Sie schätzen die Burginsel sehr für ihre Inszenierungen. „Man ist abgeschirmt, hat Ruhe und ein Zentrum“, sagt Stefan Behr.

dk verlost Karten

Das dk verlost gemeinsam mit dem städtischen Kulturbüro für die Samstagvorstellung auf der Burginsel drei mal zwei Karten. Einfach bis Freitagvormittag, 11 Uhr, eine E-Mail mit dem Stichwort „Burginselträume“ an aktionen@dk-online.de schicken. Namen und Telefonnummer bitte nicht vergessen.