Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Theater in Delmenhorst Gymnasiasten der Willmsstraße spielen „Time live“

Von Alexander Schnackenburg | 02.07.2015, 19:15 Uhr

Schüler vom Willms-Gymnasium haben sich mit dem Thema Zeit befasst. Was dabei herausgekommen ist, zeigen sie in der Inszenierung „Time live“ zweimal vor ausverkauftem Haus.

Wird die Zeit knapp, kann vieles passieren: vom Stress in der (Fern-)Beziehung, weil bald mit der Zeit die Nähe fehlt, bis zur tödlichen Explosion im Chemieunterricht aufgrund kurzzeitig mangelnder Konzentration. Und vieles mehr. Was alles – davon zeugt die MusikTanzTheater-Inszenierung „Time live“ des Gymnasiums an der Willmsstraße, die heute und morgen in der Schulaula zu sehen sein wird. Beide Vorstellungen sind bereits ausverkauft.

Aus dem Fundus persönlicher Erfahrungen

Um das Stück zu entwickeln, haben die Schüler und ihre Lehrer tief aus dem Fundus persönlicher Erfahrungen geschöpft. Mit Beginn der Proben hat zunächst jeder der immerhin 131 Schüler aus mehreren Arbeitsgemeinschaften (AGs) der Jahrgangsstufen fünf bis zwölf erst einmal ein bisschen von sich erzählt, davon eben, was ihm zum Thema „Zeit“ so eingefallen ist. Danach haben die jungen Theatermacher die Schlinge enger gezogen – und nach und nach die Bühnenfassung entwickelt. Mit „Time live“ ist ein zweistündiges Stück entstanden, das sich aus vielen kleinen Episoden und Gedankensplittern zusammen setzt, welche die Schüler zum Teil spielen, zum Teil tanzen und zum Teil musizieren.

Freie Momente genießen

Interessanterweise, bestätigen die Lehrerinnen Johanna Engel und Gabi van Oosteroom, die die Band- beziehungsweise die Theater-Arbeitsgemeinschaft leiten, haben die Schüler den Fokus stärker auf die Frage gerichtet, was passiert, wenn man kaum Zeit zur Verfügung hat, weniger darauf, was wäre, wenn man denn Zeit im Überfluss hätte. So kommt etwa die 16-jährige Ronja, die ihre Erfahrungen mit einer Fernbeziehung hat einfließen lassen, in der dritten Szene des Stücks zu dem Resultat: „Man muss lernen, die freien Momente zu genießen!“

Freie Momente, von denen die Schüler indes auch während der Probenzeit nur wenige zur Verfügung hatten. Der 17-jährige Thilo war für die Stückentwicklung gar in mehreren Arbeitsgemeinschaften unterwegs – hatte dabei aber offenbar trotz des Stresses seinen Spaß.

Teamgeist fantastisch

Vielleicht, weil es tatsächlich so gelaufen ist, wie die 15-jährige Rina sagt: „Es gab keinen Unterschied zwischen den AGs. Der Teamgeist war einfach fantastisch!“ Nicht umsonst, so drückt es die 16-jährige Lisa aus, sei die Schlussszene des Stücks wohl am schönsten geraten. Denn in dieser Szene stünden alle Beteiligten zusammen auf der Bühne.