Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Theater in Delmenhorst „Zauberhafte Zeiten“ überzeugt trotz banaler Handlung

Von Jasmin Johannsen | 23.10.2016, 18:17 Uhr

„Zauberhafte Zeiten“ hat den 200 Besuchern im Kleinen Haus in Delmenhorst am Samstag Witz und Illusionen geboten. Die Hauptdarsteller überzeugten auch durch ihr Zaubertalent.

Das Stück von Kerry Renard beginnt mit Banker Chris Redford (Thomas Maximilian Held), der aus dem Urlaub zurück in seine New Yorker Wohnung kommt und dort von Debbie (Nina Juraga) überrascht wird. Sie hat die Wohnung geerbt und Chris in seiner Abwesenheit gekündigt. Die Streitereien nehmen ihren Lauf, bis Chris wegen der Wirtschaftskrise seinen Job verliert und Debbie den Arbeitslosen doch aufnimmt. Es trifft sich, dass auch sie genug von ihrer Arbeit hat und deshalb beschließt mit Chris als Zauberduo aufzutreten. Der ist nach anfänglichem Zögern nicht nur von der Idee verzaubert, sondern auch von Debbie.

Dialoge überzeugen

Trotz der banalen Geschichte konnten die pfeffrigen Dialoge zwischen Chris und Debbie überzeugen. Andrea Spatzeck spielt überspitzt die konservative Ellen Redford und führt so gekonnt das Klischee der Übermutter, die sich stets um den Sohn sorgt, vor. Trotz dieser Charaktereigenschaften will Ellen dann zur Überraschung aller selber in dem Zauberduo, nun Trio, mitmischen.

„Magic Trio“ steht auf der Bühne

Und der Traum geht sogar in Erfüllung: Das „Magic Trio“ wird angeheuert, um an Bord eines Schiffs zu zaubern. Begleitet werden sie von Martin Armknecht, der schon zuvor in der Rolle des Postboten mit viel Slapstick brillierte und den das Publikum immer wieder mit Szenenapplaus bedachte.

Hauptdarsteller lassen sich zersägen

In der abschließenden Bühnenshow überzeugten besonders die Hauptdarsteller, die sich nicht nur als pointensichere Komödianten zeigten, sondern auch als Zauberer beeindruckten. Als Held und Juraga Tücher verschwinden oder sich zersägen lassen, erreicht das schwungvolle Stück ein imposantes Finale mit viel Applaus.