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Treffen im Delmenhorster Rathaus Schausteller zufrieden mit Kramermarktsbeginn

Von Marco Julius | 06.05.2019, 20:42 Uhr

„Meckerstunde“ hieß die Runde, zu der sich Verwaltung, Politik, Schausteller und Polizei jetzt zusammengefunden haben, früher. Ob es was zu meckern gab?

Es hat Tradition, das Gespräch, das stets am Kramermarktsmontag im Rathaus geführt wird. Verwaltung, Politik, Schausteller und Polizei kommen zusammen, ziehen eine erste Bilanz. „Meckerstunde“ hieß das früher“, erinnerte sich mit einem Augenzwinkern Horst Janocha, der auf Seiten der Verwaltung ein letztes Mal vor seinem Ruhestand für den Kramermarkt verantwortlich zeichnet. Doch zu meckern gab es am Montag kaum etwas.

Schaustellersprecher Albert Coldewey sprach von einem sehr gut besuchten Wochenende. „Der Mix stimmt.“ Beim Wetter habe man sich etwas durchgemogelt, es sei aber am Ende besser gewesen als jede Prognose.

Jahnz lobt den Umzug

Bürgermeister Axel Jahnz bezeichnete den Kramermarkt als „sehr gelungenen Frühlingsmarkt“. Er hob noch einmal den Umzug zur Eröffnung hervor, der ein tolles Bild präsentiert und Spaß gemacht habe. Er dankte auch allen ehren- und hauptamtlichen Rettungskräften und der Polizei, die für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit sorgten. Die Polizei hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr ihre Präsenz erhöht, „das ist auch notwendig gewesen“. Bewährt habe es sich aus Sicht der Polizei, die Umzugsstrecke komplett zu sperren. Das soll künftig so beibehalten werden.

Künftig Werbung für Delmenhorst

Vereinzelte Kritik, die laut geworden war, weil Stellwände für Bremen und nicht etwa für Delmenhorst werben, nahmen Janocha und die anwesenden Schausteller gelassen auf. „Stellwände mit Delmenhorster Motiven sind bereits bestellt. Sie sind nur nicht rechtzeitig geliefert worden“, sagte Janocha. Er machte auch klar, dass es immer schwieriger werde, gute Fahrgeschäfte und Buden für den Kramermarkt zu gewinnen. In diesem Jahr sei erschwerend hinzugekommen, dass der Kramermarkt erst später im Jahr begonnen hat. „Da waren Schausteller schon auf anderen Märkten gebucht.“ Zudem profitiere man eigentlich von der Bremer Osterwiese, weil von dort immer einige Schausteller direkt nach Delmenhorst weiterziehen. „Doch in Bremen wechseln die Verantwortlichen sehr schnell, Verträge sind erst spät gemacht worden. Deshalb konnten wir nicht in dem Maße profitieren wie sonst“, erläuterte Janocha.

Tenor durchweg positiv

Doch der Tenor aller am Kramermarkt Beteiligten ist dennoch positiv. „Der Markt funktioniert, weil hier alle Kräfte gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte Coldewey. Und wenn mal etwas nicht in die richtige Richtung laufe, dann tausche man sich aus und lerne daraus. Ein sichtbares Zeichen für das gute Miteinander, das sei eben auch die traditionelle Montagsrunde.