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Treffen mit Jugendparlament Parteiennachwuchs: „Delmenhorster ÖPNV ist verbesserungswürdig“

Von Jasmin Johannsen | 30.05.2017, 16:26 Uhr

Wie positionieren sich die politischen Jugendorganisationen, wenn es um Rechte für Kinder und Jugendliche geht? Jusos, Junge Union und Linksjugend Solid stellten am Mittwoch ihre Ziele und ihr Wirken vor.

„Welche Politik vertretet ihr? Was unterscheidet euch von eurer Mutterpartei? Welche Projekte konntet ihr in der Stadt umsetzen?“ – Diesen und weiteren Fragen stellten sich am Mittwoch die Vertreter der Organisationen Junge Union, Jusos und Linksjugend Solid im Rathaus.

Das 11. Kinder- und Jugendparlament hatte den Parteien-Nachwuchs zur fünften Sitzung eingeladen, um Einblicke in die Arbeit und das Wirken der Jugendorganisationen in Delmenhorst zu erhalten.

Jungpolitiker haben unterschiedliche Ziele

Dennis Ahrens (Junge Union) bekräftigte, dass er sich weiterhin für den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems einsetzen werde, wogegen Lisa Theophil (Linksjugend Solid) die Bekämpfung der Kinderarmut als eines der Hauptziele ihrer Organisation nennt. „Es kann nicht sein, dass in Delmenhorst 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Armut leben müssen“, prangert Theophil an. Sie wünscht sich eine Umverteilung der finanziellen Ressourcen innerhalb der Gesellschaft, um diese gerechter zu machen.

Kritik am ÖPNV

Ali Pektürk, Sprecher des Kinder- und Jugendparlaments, stellte aber auch konkret auf die Stadt bezogene Fragen. So werde vom Parlament ein kostenloses Schüler- und Freizeitticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gefördert. „Wir können uns eine ähnliche Regelung wie mit dem Studententicket vorstellen“, erklärte Christan Altkirch (Jusos). Dabei müssten die Schüler und Azubis zwar einen Beitrag bezahlen, dieser solle allerdings niedrig ausfallen.

Ahrens positionierte sich gegen ein kostenloses ÖPNV-Ticket: „Finanziell ist das einfach nicht umsetzbar.“ Theophil merkte an, dass die Bus- und Zugverbindungen in Delmenhorst auch unabhängig von einem kostenlosen Ticket verbesserungswürdig seien. „Wenn Schüler Wartezeiten von einer Stunde haben, dann läuft etwas falsch“, so Theophil.