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Trotz weniger Besuchern Delmenhorster Grafttherme kann Defizit senken

Von Thomas Breuer | 02.07.2016, 12:01 Uhr

Die Geschäftsführung der Grafttherme ist mit dem Ergebnis für 2015 zufrieden: Zwar kamen weniger Gäste als 2014, aber der Gesamtumsatz erhöhte sich.

Wann die Grafttherme ihren Freizeitbereich nach den Sommerferien für die angekündigte Beseitigung großflächiger Baumängel für bis zu vier Monate schließen wird, steht noch nicht exakt fest. Fakt ist, dass sie durch diesen Einschnitt die Besucherzahl des Vorjahres deutlich verfehlen wird, auch wenn man derzeit im Plan liege, wie es Geschäftsführer Horst Fiedler formuliert, ohne konkret zu werden. Gemeinsam mit dem zweiten Geschäftsführer Guido Becker stellte er am Freitag die Bilanz für das vergangene Jahr vor und sprach von einem zufriedenstellenden Ergebnis.

Minus für 2014 bei knapp 2,5 Millionen Euro

Finanztechnisch sei mit einem Minus von 2,491 Millionen Euro (2014: 2,789 Millionen Euro), das der Steuerzahler zu tragen hat, das beste Ergebnis in der seit September 2011 währenden Geschichte des Bades erreicht worden. Der Umsatz ist demnach von 3,166 auf 3,288 Millionen Euro gestiegen, während die Besucherzahlen von 416.214 auf 402.454 fielen.

Was zunächst widersprüchlich klingen mag, erkläre sich aus optimierten Abläufen, technischen Verbesserungen und günstigeren Zinsabschlüssen. Das Personal sei nicht etwa reduziert worden. „Bei gleichbleibender Qualität haben wir an technischen Hebeln gedreht“, so Becker.

Der leichte Rückgang bei den Besucherzahlen resultiere wesentlich aus einer Delle im Frühjahr 2015. Diese habe auch andere Bäder in der Region getroffen, ohne dass es dafür eine konkrete Erklärung gebe.

Delmenhorster nehmen Therme immer besser an

Auffallend: Die Grafttherme wird offensichtlich immer stärker von den Delmenhorstern angenommen. Der Anteil der Besucher aus der Stadt sei auf inzwischen mehr als 33 Prozent geklettert. Der Fokus wird laut Geschäftsführung weiter darauf gerichtet, ihn noch zu steigern. Erfolge zeige auch die Werbung für das Freizeitbad im Umland, etwa in angrenzenden Bremer Stadtteilen. Für den Saunabereich, dessen Auslastung maßgebliche Auswirkungen auf die Erlöse der Therme hat, werde gezielt unter anderem in den besser betuchten Bremer Stadtteilen Schwachhausen, Oberneuland und Borgfeld geworben. Mit Erfolg, wie die Geschäftsführung wissen lässt.