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Turbinenhalle swingt „No-Name-Orchester“ begeistert in Delmenhorst

Von Jasmin Johannsen | 01.10.2017, 13:26 Uhr

Von Pop über Swing bis hin zur Filmmusik: Am Freitag stand für das „No-Name-Orchester“ bei seinem alljährlichen „Music Just For Fun“-Konzert die Lebensfreude im Mittelpunkt.

„Music Just For Fun“ – Auch in diesem Jahr versprach das „No-Name-Orchester“ der Musikschule Delmenhorst (MSD) mit dem Titel seines „Gute-Laune“-Programms nicht zu viel: Am Freitagabend gaben die Musiker unter der Leitung von Patrick Giron ihr alljährliches Ensemblekonzert in der Turbinenhalle des Nordwestdeutschen Museums für Industriekultur und beeindruckten die rund 50 Zuhörer mit einer klanggewaltigen Ode an die Lebensfreude.

An ganz neue Stücke gewagt

„Wir haben uns in diesem Jahr an ganz neue Stücke herangewagt“, verriet Moderator und Orchestermitglied Axel Schwirts eingangs. Ob „Nobody Knowes The Trouble I’ve Seen“, „Sweet Sweet Smile“ oder „The Saint Louis Blues“ – Das Repertoire reichte von Jazz über Swing, Pop und Filmmusik bis hin zu feurigen Latino-Rhythmen. Mit dem jazzigen „Heart and Soul“ wurde den Zuhörern schon zu Konzertbeginn ein Wegweiser für den Verlauf des Abends dargeboten: Leichtigkeit und Freude standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Dabei sprang die Musikbegeisterung und gute Laune des Orchesters auch auf das Publikum über. Durchgängig waren im Takt wippende Köpfe und Füße zu beobachten. Da tat auch der Nachhall im Turbinenhaus der schwungvollen Stimmung keinen Abbruch.

Luis Pinzon-Assis begeistert

Vor allem der Solo-Auftritt von Luis Pinzon-Assis, der Dirko Juchems „Cantaro“ an seiner Trompete interpretierte, fand im Publikum großen Anklang. Weitere interessante Kontraste zu den Orchester-Klängen bildeten Jannis Baramsky (Klavier/Posaune) und Knut Wienand (Schlagzeug) mit zwei Duo-Stücken. Neben einer temporeichen „Fahrt“ mit dem „Railroad Boogie“ unternahmen die beiden Musiker auch einen Abstecher auf die große Kinoleinwand. John Williams bekannte Filmmusik zu „Star Wars“ honorierten Baramsky und Wienand mit dem Lied der „Cantina Band“.

Einen weiteren geräuschvollen Auftritt hatte Schlagzeuger Wienand zum Programmabschluss mit dem „Concerto For Drums And Band“. „Jetzt gibt es was auf die Ohren, das scheppert richtig“, hatte Schwirts zuvor augenzwinkernd angekündigt. Ein fulminantes Finale, bei dem nicht nur Wienand noch einmal richtig aufdrehen konnte. Überzeugt von der kurzweiligen Stückauswahl und der Spielfreude des Orchesters bedankte sich das Publikum mit einem langanhaltenden Applaus.