Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ü-80-Party im August-Jordan-Haus Senioren tanzen mit dem Rollator zu Silvester

Von Dirk Hamm | 01.01.2018, 19:41 Uhr

Im August-Jordan-Haus haben Senioren gemeinsam Silvester gefeiert. 30 Bewohner genossen bei der Premiere Fischteller, Spiele und Musik.

Ü-30-Partys sind beliebt, doch auch noch einige Jahrzehnte weiter aufwärts auf der Altersskala lässt sich trefflich feiern. Das haben Bewohner des August-Jordan-Heims in Deichhorst jetzt bewiesen: Rund 30 Senioren verabschiedeten das alte Jahr an Silvester mit einer Ü-80-Party.

Es handelte sich um eine Premiere. Die Idee zu der Silvesterfeier hatte Barbara Stolberg, die als ehrenamtliche Helferin Seelsorge und eine plattdeutsche Gruppe im August-Jordan-Haus anbietet. Es sei darum gegangen, den letzten Abend im Jahr in Gemeinschaft zu verbringen, erklärt Stolberg: „Die Idee ist, zusammenzusitzen und zu feiern, wie die Bewohner es früher in ihren Familien gemacht haben.“

Elvis, Knabbereien und alkoholfreier Sekt

Zunächst ließen sich die Senioren ein leichtes Fischbüfett schmecken, außerdem gab es Selbstgebackenes, Knabbereien und alkoholfreien Sekt. Für die unterschiedlichen Geschmäcker wurde die passende Musik organisiert: So erklangen Hits von Elvis Presley ebenso wie Volkstümliches von den Kastelruther Spatzen. Und wer sich fit fühlte, wagte dazu ein kleines Tänzchen mit dem Rollator.

Organisatorin Barbara Stolberg begleitete den Abend, der dann doch ziemlich früh ausklang, in Frack und Bowlerhut, animierte zu Ratespielen und führte Pantomime vor. Stolberg dankte Schwester Mariola und Schwester Karin, die ihre Freizeit eingesetzt haben, um die Feier möglich zu machen.

Erinnerungen an frühere Silvesterabende

Wäre das Ü-80-Motto streng ausgelegt worden, hätte Karin Schmitz nicht mitfeiern dürfen. Die 73-Jährige wohnt seit drei Jahren im August-Jordan-Haus. „Wenn es so bleibt wie 2017, bin ich zufrieden“, meinte sie mit Blick auf das neue Jahr. Die in Hengsterholz aufgewachsene Heimbewohnerin erinnert sich gerne an die Feiern in ihren jungen Jahren: „Damals gab es viele Bälle auf dem Land.“ Von den Silvesterfeiern in ihrer Zeit als Floristin im Bremer Hauptbahnhof erzählte Sigrid Schmidt (83): „Wir haben an Silvester manchmal doppelte Schicht machen müssen. Wir hatten bis 22 Uhr geöffnet. Ich habe mit den Azubis Bleigießen gemacht und Sekt getrunken.“