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Über gefährliche Chemikalien Greenpeace-Expertin referiert in Delmenhorst

Von Merlin Hinkelmann | 12.06.2017, 15:23 Uhr

„Gefährliche Chemie in Textilien“: Unter diesem Titel lädt das Labor für Chemische und Mikrobiologische Analytik (Lafu) am Freitag, 16. Juni, zu einem Vortrag ein. Die Referentin ist Ökotrophologin bei Greenpeace.

Es geht um Produktionsbedingungen in Textilfabriken, um Grenzwerte – aber auch um die ganz grundsätzliche Frage, was den Menschen der Umweltschutz und ihre eigene Gesundheit wert ist: Das Lafu und die VHS laden im Rahmen der Reihe „Grenzenlosigkeit der Grenzwerte“ zu einem Vortrag über „Gefährliche Chemie in Textilien, Outdoor-Produkten und weiteren Materialen“ ein.

Greenpeace-Expertin berichtet über Forschungsergebnisse

Als Expertin wird Alexandra Perschau, Ökotrophologin bei Greenpeace, am kommenden Freitag, 16. Juni, von 18 bis 20.15 Uhr über aktuelle Untersuchungen und Recherchen berichten. Perschau engagiert sich in der globalen „Detox My Fashion“-Kampagne und hat ein wachsames Auge auf die in Deutschland ansässigen Modemarken und Einzelhändler, die sich im Laufe der Kampagne verpflichtet haben, ihre Textilproduktion zu entgiften.

Schädliche Stoffe in Outdoor-Läden gefunden

„Unser Ziel ist es, die Produktionsbedingungen in den betroffenen Ländern zu verbessern“, betont der Chemiker Manfred Santen, der ebenfalls bei Greenpeace arbeitet und ursprünglich als Referent eingeplant war. Wie der Experte erklärt, hat Greenpeace Outdoor-Produkte im Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis: „Nicht nur in der Kleidung, auch in den Outdoor-Läden wurden schädliche Stoffe wie fluorierte Kohlenwasserstoffe gefunden“, weiß Santen. Über solche Untersuchungen wird seine Kollegin am Freitag ebenfalls aufklären.