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Umbau des St. Josef-Stifts Rat stimmt für Stift als Delmenhorster Klinik-Standort

Von Jan Eric Fiedler | 24.06.2015, 21:43 Uhr

Die Westerstraße soll der künftig alleinige Krankenhausstandort in Delmenhorst werden. Einstimmig sprach sich der Rat der Stadt in seiner Sitzung am Mittwoch für den Standort aus. Zuvor hatte Architekt Jörg Schneider vom Architektenbüro Gerlach, Schneider + Partner die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt.

Neben dem Argument der Kosten – die Lösung am St. Josef-Stift ist mit 80 Millionen Euro rund 15 Millionen Euro günstiger – sprach vor allem der Zustand der Bausubstanz gegen das Klinikum. Zwar können an beiden Standorten jeweils weniger als 4000 Quadratmeter der bisherigen Gebäude erhalten bleiben, jedoch ist laut Schneider am Klinikum „alles, was wirklich Geld kostet abgängig und müsste neu aufgebaut werden.“ Auch weise das Klinikum logistische Mängel auf: „Den Haupteingang müssen Sie suchen und auch finden“, so Schneider. Während einer Bauphase am Klinikum müssten teure Übergangslösungen gebaut werden.

City-Standort hat ebenfalls Nachteile

Auch am St. Josef-Stift müssten die alten Bettenhäuser abgerissen werden. Wichtige Einrichtungen wie OPs, Intensivstation oder Küche sind gerade neu entstanden. Auch ein zweiter Eingangsbereich mit Anbindung an die Lange Straße sei denkbar. Doch auch der Standort in der City hat Nachteile: Erweiterungsmöglichkeiten wären nach dem Neubau nur noch in der Höhe gegeben. Zudem sei die Baulogistik kompliziert.

Jahnz sieht Festigung der Innenstadt

Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD) plädierte vor der Abstimmung deutlich für die Westerstraße: „Es ist auch, und das können wir nicht verhehlen, eine Frage der Kosten.“ Daneben gebe es den Effekt, „dass die Innenstadt sehr gefestigt wird“. Durch das Votum des Rates kann das Bauvorhaben noch in diesem Jahr beim Land angemeldet werden. Laut Jahnz dürfe auch der Standort an der Wildeshauser Straße nicht aus den Augen verloren werden: „Wir müssen parallel ein Konzept für diese Gebäude entwickeln.“