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Umfangreiche Vorarbeiten Wollepark-Abriss in Delmenhorst ab September geplant

Von Jan Eric Fiedler | 20.01.2016, 13:26 Uhr

Die Vorbereitungen und der anschließende Abriss der von der Stadt ersteigerten Wolleparkblöcke Am Wollepark 1 bis 5 werden das gesamte Jahr 2016 in Anspruch nehmen. Die Stadt rechnet nach derzeitiger Planung mit einem Ende der Abrissarbeiten im Januar 2017.

Aktuell läuft in dem Wohnkomplex entlang der Stedinger Straße eine Bestandsaufnahme. Zudem wird ein Schadstoffkataster erstellt. Dies teilte Stadtsprecher Timo Frers auf dk-Anfrage mit. Bis März soll dies abgeschlossen sein. Die Stadt hatte die Immobilie im Juli 2015 bei einer Zwangsversteigerung erstanden . 563.250 Euro hatte sie dafür gezahlt, weitere 60.000 Euro eine Woche später für das Parkhaus auf der Ecke Stedinger Straße / Nordwollestraße. Auch das Parkaus soll abgerissen werden. Mit der Planung des Abrisses hat die Stadt die Bremer GEWOBA beauftragt. Die Bauarbeiten sollen separat ausgeschrieben werden.

Abrissarbeiten bis Januar 2017

Ab April sollen anschließend die Ausführung des Abrisses sowie die Vergabe vorbereitet werden. Mit der Auftragserteilung rechnet die Stadt im August. Anschließend sollen ab September die Abrissbagger anrollen. Im Januar 2017 wird dann von den Wohnblöcken voraussichtlich nichts mehr übrig sein. Dass es bei diesem Zeitplan bleibt, ist laut Frers aber noch nicht sicher: „Da eine genauere Zeitplanung erst nach der Erstellung des Schadstoffkatasters möglich sein wird, sind die angegebenen Daten unter Vorbehalt und unverbindlich.“

Seit November mit Bauzaun gesichert

Auch seit der Ersteigerung im Juli war die Stadt nicht untätig: Bisher wurden die Gebäude und die Kanäle auf dem Grundstück verschlossen und drei Bäume gefällt. Seit November ist das Areal von einem Bauzaun umgeben, der in einem Kunstprojekt verschönert wurde.

Abriss kostet 1,3 Millionen Euro

Derzeit rechnet die Stadt mit Abrisskosten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro. Die Stadt muss allerdings nur ein Drittel dieser Summe aufbringen. Der Rest wird aus Fördertöpfen bereitgestellt. Eine Unterbringung von Flüchtlingen in dem seit Jahren leerstehenden Komplex, die von einigen Politikern angedacht und auch in der Bevölkerung diskutiert wurde, hatte die Verwaltung wegen des schlechten Zustands abgelehnt. Eine Sanierung hätte die Kosten eines Neubaus überstiegen

Planung für die Fläche besteht bereits

Für die Fläche des südlichen Wolleparks, die neben den von der Stadt erstandenen Gebäude auch die Häuser entlang der Delme auf der anderen Seite der Straße am Wollepark einschließt, besteht schon seit geraumer Zeit ein Flächennutzungsplan seitens der Stadt. Dieser sieht vor, dass auf der Fläche entlang der Stedinger Straße ein Mischgebiet aus Wohn- und Geschäftsbebauung entsteht. Die beiden Häuser Am Wollepark 13 und 14, die parallel zur Nordwollestraße stehen, sollen ebenfalls abgerissen werden und so einem neuen Eingangsbereich zur Parkanlage Platz machen. Gleiches gilt für das Haus Nummer 10. Die Immobilie Am Wollepark 6 bis 9 soll so bestehen bleiben. Die Hausnummern 11 und 12 sollen nach den Planungen aus dem Jahr 2012 teilweise zurückgebaut werden.