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Umfrage in der City Delmenhorster geben Hoffnung auf Hertie-Neustart auf

Von Yannick Richter, Yannick Richter | 02.03.2016, 17:55 Uhr

Die Mehrheit der Delmenhorster glaubt anscheinend nicht mehr an eine Wiederbelebung des Hertie-Gebäudes. Während einer dk-Umfrage wird deutlich, dass viele Bürger eine positive Zukunft der Kaufhaus-Ruine abgeschrieben haben.

Obwohl der Stadtrat am Dienstagabend dem Umbauvertrag mit dem Hertie-Investor zugestimmt hat, haben die meisten Bürger vor Ort die Hoffnung auf eine positive Zukunft des Hertie-Gebäudes und einer damit einhergehenden Wiederbelebung der Innenstadt längst aufgegeben. Während einer nicht repräsentativen Umfrage mit zufällig ausgewählten Personen am Mittwochvormittag in der Fußgängerzone zeigte sich der Großteil der Befragten über die Situation des Dauerthemas Kaufhaus-Ruine enttäuscht und unzufrieden. (Weiterlesen: Delmenhorster Stadtrat stimmt für Hertie-Umbau) 

„Hertie-Ruine ein totgeborenes Kind“

„In meinen Augen ist die Hertie-Ruine ein totgeborenes Kind. Ich bezweifle, dass dort nochmals Geld investiert wird. Die Hoffnung, dass die Innenstadt wiederbelebt werden könnte, habe ich nicht mehr. Im Gegenteil, denn in der gesamten Fußgängerzone geht es doch nur noch bergab“, findet die Delmenhorsterin Carola Dietrich harte Worte. (Weiterlesen: Wie kann die Delmenhorster City attraktiver werden?) 

Gebäude macht Stadt unattraktiv

Die Meinung der Bremerin Karen Ziesmer passt dazu: „Bislang komme ich nur wegen des Marktes und nicht wegen der Geschäfte in die Delmenhorster Innenstadt. Ein größeres Warenhaus als weitere Einkaufsmöglichkeit würde die Stadt mit Sicherheit attraktiver machen. Das hässliche Hertie-Gebäude wirkt eher abstoßend. Hoffentlich kann das noch einmal geändert werden.“ (Weiterlesen: Stadt und Investor bestätigen Hertie-Einigung) 

Kaum Glaube an Investitionen

Der 21-jährige Bjarne Muth ist erst vor einem Jahr aus Rheinland-Pfalz nach Delmenhorst gezogen und kennt das Gebäude gar nicht anders. „So wie ich es bisher beobachten konnte, kann ich mir nicht vorstellen, dass hier tatsächlich nochmal Geld investiert wird“, erklärt der Student. Barbara Sellheier kann dieser Aussage nur zustimmen. „Das gesamte Gebäude ist doch so marode. Ich kann verstehen, dass man mit dem Investieren zögert. (Weiterlesen: Investor vergibt Preise für Hertie-Namenswettbewerb) 

Vereinzelter Optimismus

Melanie Voges zeigt sich hingegen immer noch optimistisch. „Noch habe ich die Hoffnung, dass etwas passiert. Es wäre vor allem wichtig, um den hinteren Teil der Fußgängerzone wieder mit Leben zu füllen. Für den Gebäudekomplex würde ich mir vor allem die Eröffnung von Fachgeschäften, zum Beispiel einen Porzellanladen, wünschen“, sagt die Delmenhorsterin. Dem schließt sich Margret Friesicke an: „Für die Stadt wäre es wichtig, wenn das Hertie-Gebäude wieder zum Leben erweckt werden könnte. Ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist.“