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Umweltausschuss tagt Grafteingang in Delmenhorst soll neu gestaltet werden

Von Marco Julius | 26.05.2017, 14:43 Uhr

Der Zahn der Zeit nagt unübersehbar am Grafteingang an den Graftwiesen. Das ist aber nicht das einzige Problem, das die Verwaltung mit neuen Plänen für den stark frequentierten Bereich lösen will.

Mit zurückhaltenden Formulierungen hat die Verwaltung den Zustand des Grafteinganges vom Parkplatz Graftwiesen beschrieben. Was sie eigentlich sagen will, wird dennoch mehr als deutlich. „Wenig positiv“ stelle sich der Bereich dar. Die Mauern seien stellenweise kaputt. Aufenthaltsqualitäten seien eher maßvoll vorhanden, ein barrierefreier Zugang nur eingeschränkt möglich. Im Klartext: Es muss sich entscheidend was tun an dieser prominenten Stelle. Die Verwaltung legt dafür in der kommenden Woche im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Gewässerschutz (Dienstag, 30. Mai, 17 Uhr, Rathaus) ein erstes Konzept vor.

Neue Wegeführung

Im Blick hat die Stadt dabei auch die fußläufige Verbindung von den Graftwiesen zur Innenstadt. „Möchte der Besucher zu Fuß in die Innenstadt gelangen, läuft er mangels ausgebautem Gehweg oftmals auf der Fahrbahn, dies ist insbesondere im Kurvenbereich nicht optimal.“

Und so sieht der Plan aus: Eine fußläufige Wegeverbindung verläuft parallel zur Fahrbahn. Ziel ist es dabei, die Fußgänger an drei Punkten – am Kiosk, am Bootsanleger und an der Hotelwiese – barrierefrei zu leiten. Im Blick dabei ist auch eine neue Beleuchtung.

Ein weiterer Punkt, der den Eingang zur Graft aufwerten soll, hat damit zutun, dass mittlerweile Tretbootverleih und Minigolfanlage in städtischem Besitz sind. Die Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgesellschaft hat die Federführung übernommen. Die Verwaltung plant gemeinsam mit der dwfg, künftig nur noch ein Kassenhäuschen für beide Freizeiteinrichtungen zu betreiben. Nach Abwägung der Standorte biete der jetzige Tretbootverleih klare Vorteile, heißt es.

Neuer Bootssteg

Um die Wegeanbindung neben der Höhenplanung auch in der Oberfläche barrierefrei zu gestalten, müsste laut Verwaltung ein Randstreifen beispielsweise mit einem Plattenstreifen befestigt werden. Die Rampen sollen in unterschiedlichen Steigungen angelegt werden. Auch der Bootssteg soll umgebaut werden.

Die Planung, die im Ausschuss im Detail vorgestellt wird, sei mit den unterschiedlichen Nutzern abzustimmen und könnte 2018 beginnen. Die Umsetzung könne in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Die Planungsmittel für die Umgestaltung des Bereiches sollen für den Haushalt 2018 angemeldet werden.