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Unfälle auf Autobahnen Schnee hält Winterdienste in Delmenhorst und Ganderkesee in Atem

Von Marco Julius und Thomas Deeken | 11.12.2017, 15:08 Uhr

Der Winter kommt für viele Autofahrer überraschend. Der Baubetrieb der Stadt Delmenhorst und der Kommunalservice sind aber für Schnee und Eis gerüstet. Zu Unfällen ist es dennoch gekommen.

Die Autobahnpolizei Ahlhorn vermeldet für den Zeitraum von Sonntagabend, 18.30 Uhr, bis Montagmorgen, 5.30 Uhr insgesamt 16 Verkehrsunfälle, die im Zusammenhang mit den Witterungsverhältnissen standen. Hauptunfallursache war bei den Unfällen eine den Witterungs- und Straßenverhältnissen nicht angepasste Fahrweise. In die Verkehrsunfälle waren insgesamt 13 Autos, sieben Lastwagen und ein Motorrad involviert. Sechs Personen wurden leichter verletzt, konnten aber nach einer Erstversorgung die entsprechenden Krankenhäuser umgehend wieder verlassen. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf mindestens 165.000 Euro geschätzt.

Winterdienste haben alle Hände voll zu tun

Der Baubetrieb der Stadt Delmenhorst hat in der Nacht zu Montag den ersten vollen Winterdiensteinsatz ohne größere Widrigkeiten über die Bühne gebracht. Mit voller Mannschaft waren die Räum- und Streufahrzeuge unterwegs, in einem Dienst, wie er im Dezember eben vorkommen kann, wie Stadtsprecher Timo Frers auf Nachfrage berichtet. Elf eigene und 19 Fremdfahrzeuge mit insgesamt 60 Mitarbeitern waren auf den Straßen unterwegs, um Schnee zu räumen und Glätte zu mindern. Am Montagnachmittag ging der Einsatz bei erneut einsetzendem Schneefall weiter. Er dauerte bis in die Abendstunden.

Der erste Winterdienst der Saison ist mit fünf eigenen Fahrzeugen und zwei Fremdfahrzeugen bereits in der Nacht zu Sonntag um 3 Uhr gestartet. Insgesamt elf Mitarbeiter waren im Einsatz. In gleicher Stärke rückten die Kräfte dann am Sonntag ab 17 Uhr wieder aus, um für Sicherheit auf den Straßen Sorge zu tragen.

In Ganderkesee länger unterwegs

„Einen derartig heftigen Wintereinstieg hatten wir schon lange nicht mehr“, sagte Dietrich Fischbeck vom Kommunalservice Nordwest Ganderkesee-Hude, wo er für die betriebliche Organisation wie den Winterdienst zuständig ist. Sonst hätten die Mitarbeiter vor allem mit vereisten Straßen und eher selten mit Schnee zu tun. „Aber dafür, dass wir durch den Schneefall so überrumpelt worden sind, ist es gut gelaufen“, so das Fazit nach dem Wochenende und dem Wochenstart.

In der Gemeinde Ganderkesee waren neun und in der Gemeinde Hude fünf Einsatzkräfte unter anderem mit fünf Schleppern beziehungsweise Lastwagen, fünf Kleinschleppern und zwei Transportern unterwegs. Seit 4.30 Uhr waren die Mitarbeiter draußen im Einsatz, um Straßen sowie Rad- und Fußwege von Schnee und Eis zu befreien. „Normalerweise sind wir sonst so gegen 7 Uhr mit den Arbeiten durch“, informierte Fischbeck. Diesmal habe der Einsatz bei einigen Kollegen allerdings bis in die Mittagszeit gedauert. Der Grund: An einigen Stellen habe der Kommunalservice zweimal anrücken müssen, weil es nach dem Schneeräumen später noch nachträgliche Vereisungen gegeben habe – zum Beispiel an der Schierbroker Straße und auf mehreren Wegen und Straßen im Ort Ganderkesee. Darauf hätten Bürger hingewiesen, erklärte Fischbeck. „Wir starten zwar auch Kontrollfahrten. Wir sind aber auch sehr dankbar, wenn es Hinweise aus der Bevölkerung gibt.“

Die 14 Mitarbeiter sind noch bis Donnerstag im Einsatz. Dann erfolgt ein Schichtwechsel. Bis dahin sind sie darauf vorbereitet, nach der Morgenschicht auch später am Nachmittag oder am Abend eingreifen zu müssen.