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Unfälle auf der A1 vor Delmenhorst Rückstaus in Adelheide nerven Anwohner

Von Frederik Grabbe | 28.10.2015, 18:58 Uhr

Anwohner der Adelheider Straße sind genervt: In letzter Zeit komme es dort vermehrt zu Rückstaus. Die Polizei kann keine vermehrte Verkehrsbelastung feststellen, die Verwaltung sieht die Ursache dafür in der Sperrung der B 213 in Schlutter – und kündigt ab Dezember einen entspannteren Verkehrsfluss an.

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  • Wegen vermehrter Staus auf der A1 sollen Autofahrer sich über Adelheide einen Weg zur A28 suchen, um diese zu umfahren.
  • Dies soll allerdings zu einer erhöhten Verkehrsbelastung auf der Adelheider Straße führen, klagen Anwohner.
  • Die Stadt stellt eine Entspannung der Lage in Aussicht, wenn Anfang Dezember die Bauarbeiten an der B213 beendet sind.

„Bei Staus auf der A 1 weichen Auto- und Lkw-Fahrer gerne ab der Abfahrt Groß Ippener aus und fahren dann auf die Adelheider Straße, um auf die A 28 zu gelangen. Dort stehen sie dann an der Ampel am Brendelweg“, hat Jens Schröder, Geschäftsführer des Baustoffhandels Johann Schröder an der Adelheider Straße beobachtet. Die Folge: Ein Rückstau, der bis zum zwei Kilometer entfernten Holzkamper Damm reiche, und selbst diese Straße soll schon blockiert gewesen sein, so Schröder.

„Es nervt einfach“

Denn durch den gesperrten Kreisverkehr in Schlutter an der B 213 soll sich der Verkehr selbst bis zur Esso-Tankstelle in Holzkamp, Ecke Wildeshauser Landstraße/ Holzkamper Damm gestaut haben. Zudem beklagt Schröder Einflüsse aufs Geschäft: Von einer Grube in Groß Ippener schaffe der Handel täglich Sand heran. Bei Staus auf der A1 falle darum oft eine Tour am Tag aus. Schwerer wiege aber die generelle Verkehrsbelastung vor der Tür. „Es nervt einfach. Vor allem, dass die Polizei nichts mitbekommt und den Verkehr nicht regelt“, so Schröder.

Tatsächlich hat die örtliche Polizeiinspektion von einer vermehrten Verkehrsbelastung nichts mitbekommen. „Es sind keine Beeinträchtigungen zu melden, Beschwerden über Rückstaus sind bei uns nicht eingegangen“, so die Polizeisprecherin Maike Meisterling. Auch die Kollegen der Autobahnpolizei in Ahlhorn haben keine vermehrten Staus auf der A1 gemeldet, die als Ursache für die Rückstaus im Süden Delmenhorsts gelten sollen.

 (Weiterlesen: Sperrung der B213 belastet Gastronom in Schlutter) 

Ampelphase ist schon verlängert worden

„Warum nicht einfach die Ampel am Brendelweg bei Staulagen ausstellen? Diese Lösung ist einfach und kostet nichts“, schlägt Schröder vor.

Ein Vorschlag, der unbewusst zumindest schon teilweise umgesetzt worden ist: Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Adelheider Straße hat auch die Stadt Delmenhorst ausgemacht. Darum sei die Grünphase an der Ampel nahe des Brendelwegs verlängert worden.

Ende der Rückstaus ist in Sicht

Die Verkehrsbelastung habe ihren Ursprung nach Ansicht der Stadt aber in er Sperrung des Schlutterer Kreisels, heißt es aus dem Fachdienst Verkehr. Staulagen auf der A 1 werden nicht als Ursache genannt. Beschwerden wurden hier ebenfalls noch nicht aufgenommen. Ein Ende der Belastung sei aber in Sicht: Anfang Dezember sollen laut Fachdienst die Arbeiten am Kreisel beendet sein. Allerdings hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im September eine Öffnung des Kreisverkehrs schon zum 10. November angekündigt. Damit würde sich für Adelheider die Lage schon bald entspannen.