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Ungewohnte Hörerlebnisse Duette prägen 47. „Neue Musik“ in Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 12.11.2016, 17:28 Uhr

Der in Ganderkesee lebende Komponist Hans-Joachim Hespos hat am 11.11. im Kleinen Haus erneut einen außergewöhnlichen Konzertabend inszeniert.

Einem Programm zu bescheinigen, dass es Klangräume geöffnet hat, kann alles heißen.

Im Fall der vom Komponisten Hans-Joachim Hespos zum 47. Mal initiierten Neuen Musik im Kleinen Haus bescherte es den knapp 100 Gästen vor allem eines: ungewohnte Hörerlebnisse.

Hespos lud sein Publikum gleich zu Beginn des Konzertabends ein, die verschiedenen Arten von Duetten zu erhören und gab ihnen das Wortspiel „Zwei oder einer, und einer zwei ... oder keiner“ mit auf den Weg.

Violinen widmen sich den Singdrosseln

Das Thema Duette schlängelte sich durch den gesamten Abend. Sie waren ganz unterschiedlicher Natur. Von einem Wechselspiel zweier Violinen, dass Singdrosseln gewidmet wurde, oder dem Zusammenspiel traditioneller andalusischer und arabischer Klänge, die auf dem Psalterium (eine Art Zither) gepaart wurden, waren die unterschiedlichsten Gruppierungen zu erleben.

Zwischen Harmonie und Befremdung

Mal harmonierten elektronische Tonspuren, wie bei dem Stück „Flugträume“, und verstärkten damit den instrumentalen Part, mal wirkten die Einspielungen eher befremdlich und störend und erzeugten damit ganz besondere Spannungsbögen der einzelnen Kompositionen.

Keine Frage: Dieser Abend hat Klangräume geöffnet.