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Unseriöse Firmen in Delmenhorst Innung warnt vor „Dachhaien“ in der Region

Von Jan Eric Fiedler | 29.04.2015, 12:42 Uhr

Die Baugewerken-Innung Delmenhorst/Oldenburg Land warnt vor unseriösen Betrieben und Personen, die derzeit in der Region Dach- und Fassadenarbeiten anbieten und dabei auch Straftaten begehen sollen.

Laut Mitteilung der Innung haben betroffene Hauseigentümer und Mitgliedsbetriebe Vorfälle gemeldet. In einem Fall sei vor Kurzem auch die Polizei eingeschaltet und Ermittlungen gegen zwei Personen eingeleitet worden.

Betrüger begehen Diebstähle bei Hausbesitzern

„Die neueste Masche besteht darin, dass Personen an der Haustür klingeln und vorgeben, für einen regional tätigen Dachdeckerbetrieb tätig zu sein, der vor geraumer Zeit einmal Arbeiten an dem Dach oder Haus ausgeführt hat. Diese Personen erschleichen sich den Zugang zum Haus, in dem sie angeblich Nachbesserungs- oder kostenfreie Servicearbeiten ausführen müssten“, teilt die Innung mit. Meistens gehe eine der Personen mit dem Hausbesitzer auf den Dachboden oder an einen anderen Ort im oder am Haus und eine weitere Person begeht währenddessen Eigentumsdelikte.„Offenbar haben die Dach- und Fassadenhaie entsprechende Wohngebiete über Monate hin ausgespäht und sich dabei Hausanschriften notiert, bei denen von einem regionalen Fachbetrieb tatsächlich Dacharbeiten ausgeführt worden sind“, so die Innung.

Besonders ältere Hausbesitzer sind Ziel

Es gibt auch „Dach- und Fassadenhaie“, die tatsächlich Arbeiten ausführen. Auch hier tauchen die Personen unangemeldet auf und verwickeln die Hausbesitzer in Gespräche über renovierungsbedürftige Fassade oder das kaputte Dach und bieten ihre vermeintlich günstigen Dienste an. Erst später würden die Hausbesitzer merken, dass sie auf ein unseriöses Angebot reingefallen sind. „Das Dach oder die Fassade ist nur oberflächlich saniert, Gewährleistungsansprüche meist nur ungenügend durchzusetzen, der angeblich gute Preis beim näheren Hinsehen weit überteuert. Fazit: Reingefallen“, schreibt die Innung.

Der stellvertretende Obermeister der Innung, Martin Wessels, erklärt in diesem Zusammenhang: „Insbesondere ältere Hausbesitzer in Wohngebieten mit Ein- oder Zwei-Familienhäusern werden von den Dach-und Fassadenhaien gern über den Tisch gezogen.“