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Verbrauchermagazin zu Pestiziden Delmenhorster Lafu im TV zu sehen

Von Marco Julius | 20.07.2016, 10:13 Uhr

Der WDR strahlt am Mittwoch, 20. Juli 2016, um 20.15 Uhr eine neue Folge des Verbrauchermagazins „Markt“ aus, in dem der von der Delmenhorster Lafu GmbH mitgestaltete Beitrag „Scanner Salate“ zu sehen ist.

Der WDR strahlt am Mittwoch, 20. Juli 2016, um 20.15 Uhr eine neue Folge des Verbrauchermagazins „Markt“ aus, in dem der von der Delmenhorster Lafu GmbH mitgestaltete Beitrag „Scanner Salate“ zu sehen ist. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Auswirkung von giftigen Pestiziden und Schwermetallen. „Im Anbau von konventionellem Salat werden hochgiftige Insektizide insbesondere aus der Gruppe der Neo-Nicotinoide eingesetzt. Dazu gehört etwa Thiamethoxam, das krebserregend, fortpflanzungs- und nervenschädigend ist“, sagt Lafu-Chef Gary Zörner (li.). In der EU ist die Anwendung von Thiamethoxam zugelassen, aber aufgrund von Risiken für Honigbienen für mehrere wichtige Verwendungen, wie der Saatgutbeizung von Mais und Raps, verboten, so Zörner.

Langzeitfolgen möglich

Neonicotinoide könnten wegen ihrer hohen Persistenz mehrere Jahre im Boden verbleiben. „Da sie systemisch wirksam sind, können sie noch in den Folgekulturen wirksam werden und über die Wurzeln in alle Pflanzenteile transportiert werden. Diese Insektizide befinden sich nicht auf der Oberfläche der Salatpflanzen und können also auch nicht einfach abgewaschen werden“, betont Zörner.

Von den in Deutschland derzeit zugelassenen Pestizidprodukten enthalten laut Lafu rund 180 Pestizidprodukte bienengefährliche Wirkstoffe, die in allen Kulturen, im Ackerbau, Obst- und Gemüsebau, im Forst und im Vorratsschutz eingesetzt werden.

Fatale Folgen für Bienen

Thiamethoxam sei eines der bienenschädlichsten Pestizide überhaupt. „Es wird zur Saatgutbeizung eingesetzt oder direkt auf die Pflanze gespritzt. Schon eine äußerst geringe Dosis führt bei Bienen zu akuten Vergiftungserscheinungen“, sagt Zörner.

Die Folgen: Flug- und Navigationsprobleme, die Fortpflanzungsfähigkeit sowie die Fähigkeit für eine effiziente Nahrungssuche werden reduziert und Bienenvölker werden anfälliger für Krankheiten oder Parasiten. Das belege die Greenpeace-Studie „Bye, bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa“.

Aldi Süd fordert von seinen Lieferanten seit Januar 2016 unter anderem auf die Neonicotinoide zu verzichten, heißt es in einem Schreiben des Konzerns, das Greenpeace vorliegt. In Sendung, die am 20. Juli zu sehen ist, wird diese Behauptung überprüft – der nächste Skandal?