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Vereinsschau mit Rassekaninchen Riesenkaninchen ziehen die Blicke auf sich

Von Dirk Hamm | 25.10.2015, 18:51 Uhr

Rassekaninchen unterschiedlichster Größe, Form und Farbe sind bei der 57. Vereinsschau von I5 Delmenhorst ausgestellt worden. Am Samstag hatte eine Jury die Tiere streng bewertet.

Sie haben ihrer Rassebezeichnung „Deutsche Riesen“ alle Ehre gemacht, die riesenhaften Kaninchen, die am Samstag und Sonntag in der Gebrauchtwagenhalle des Autohauses Schmidt + Koch zu bestaunen waren. Bis zu 10,5 Kilo brachten die Prachtexemplare auf die Waage. Dagegen nahmen sich die etwas mehr als ein Kilo schweren Farbenzwerge, eine Zwergkaninchenrasse, beinahe winzig aus.

Zum 57. Mal hatte der Rassekaninchenzüchterverein I5 Delmenhorst zu seiner Vereinsschau eingeladen. 194 Tiere wurden von Züchtern überwiegend aus Delmenhorst sowie einigen Gästen aus der Umgebung in der liebevoll hergerichteten Halle ausgestellt. Die Schau, die Bürgermeisterin Antje Beilemann am Samstagnachmittag eröffnete, war am Sonntag den ganzen Tag über zugänglich.

Makel an Blume bringt Note „nicht befriedigend“ ein

Am Sonntag konnten dabei Besucher ihre Kaninchen, die sie als ganz normale Haustiere halten, von den Experten bewerten lassen, für die drei Besten gab es kleine Preise. Gegen Ende der Vereinsschau stand dann die Preisverleihung für die Züchter an. Die Vereinsmeisterschaft ging an ein Mitglied aus Bremen, geehrt wurde die Zuchtgemeinschaft Ulrike und Detlef Brockmann für ihre Zuchtgruppe – das sind vier Tiere – schwarzer Lohkaninchen. In der Jugendwertung konnte Christoph Hannek aus Delmenhorst mit seinen Blauen Wienern am stärksten überzeugen.

Eine vierköpfige Jury hatte am Samstagvormittag ihr strenges Auge auf die Rassekaninchen geworfen und jedes einzelne Tier auf einem Tisch von allen Seiten begutachtet. Vereinsvorsitzender Wolfgang Gebauer zeigte sich mit der hohen Zahl von Spitzenbewertungen zufrieden. Zugleich musste der eine oder andere Züchter zu seinem Bedauern feststellen, dass eines seiner Tiere mit der schlechtesten Note „nicht befriedigend“ bewertet wurde.

Preisrichter benötigen vier bis fünf Minuten pro Tier

Kleine Dinge, so war vom Fachmann zu erfahren, können dabei den Ausschlag geben. So wurde bei einem Vertreter der „Russen“, einer der kleinsten Kaninchenrassen, bemängelt, dass die Blume, also der Schwanz, zur Seite wegknickt. Nach Angaben von Gebauer, der als einer der vier Preisrichter fungierte, wird in vier bis fünf Minuten pro Kaninchen auf eine Vielzahl von Merkmalen geachtet, vom zulässigen Gewicht über Körperform, Bau und Fell bis hin zu den spezifischen Rasseeigenschaften.