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Verkauf der DLW-Werke Verhaltene Freude

Meinung – Thomas Breuer | 19.06.2015, 19:59 Uhr

Kehrt jetzt kreative Ruhe bei DLW ein?

Zu wünschen wäre es den Mitarbeitern, doch noch ist das Unternehmen nicht über den Berg. Am Freitag bereits hat die Chefetage deutlich gemacht, dass der Sanierungsprozess nicht abgeschlossen ist. Neue Märkte müssen erschlossen und neue Produkte an die Kundschaft gebracht werden. Das wird jeden im Unternehmen fordern, aber hoffentlich nicht so schnell wieder in ein Gefühl der Unsicherheit versetzen.

Von der schnellen Truppe

Die Neuen an der Spitze sind offenbar von der schnellen Truppe. Die Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter zogen sich nur ein paar Wochen hin, und wenige Stunden nach der Nachricht über den Vertragsabschluss war aus dem Namenszug am Werk die Bezeichnung „Armstrong“ verschwunden.

Durchatmen nach dem Einstieg des Investors? Große Teile der Belegschaften in Delmenhorst und Bietigheim-Bissingen hoffen nun wenigstens auf das zugesagte mittelfristige Engagement, bevor ein neuer Verkauf anstehen könnte.

Zu laut gejubelt

Das Rathaus jedenfalls hat am Freitag zu laut gejubelt, als es verbreitete, dass 350 Jobs bleiben sollen. Für die Stadt vielleicht interessant: Es gibt noch einige nicht produktionsrelevante DLW-Grundstücke, die die FIELDS Group nicht übernommen hat.