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Verkehrserziehungsfilm von 1953 Historischer Film zeigt Radfahrer in Delmenhorst

Von Marco Julius | 26.05.2016, 08:28 Uhr

„Mit dem Rad durch die Stadt“ heißt ein Film aus dem Jahr 1953, den Manfred Dührkop, Bildstellenleiter a.D., am Freitag bei Decius zeigt. Der Film weckt Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Fahrradfahren in den fünfziger Jahren, da fällt vielen gleich der Film „Immer diese Radfahrer“ mit Heinz Erhardt ein. Der Kassenschlager stammt aus dem Jahr 1958. Bereits 1953 ist ein Film gedreht worden, der nicht in erster Linie unterhalten, sondern der Verkehrserziehung dienen sollte. „Mit dem Rad durch die Stadt“ heißt der Streifen, den die Bremer und Delmenhorster Polizei gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Genau diesen Film, ein Dokument der lokalen Zeitgeschichte, zeigt das Medienpädagogische Zentrum (MPZ) Delmenhorst am Freitag, 27. Mai, um 17 Uhr bei freiem Eintritt in der Buchhandlung Decius.

Film weckt Erinnerungen.

Manfred Dührkop, Bildstellenleiter a.D., hat den Film aus dem Archiv geholt und digitalisiert, so wie über 200 andere historische Filme auch. Dührkop hat den Film schon öfter gezeigt: „Gerade bei älteren Zuschauern werden Erinnerungen wach, weil der Film viele Schauplätze aus Bremen und Delmenhorst zeigt.“ Neben dem Bremer Rathausplatz ist das Klinikum an der Wildeshauser Straße zu sehen. Auch das Delmenhorster Rathaus, der Bahnhof und die Kirchstraße dienen als Kulissen. Zu sehen ist auch das Verlagsgebäude des Delmenhorster Kreisblatts an der Langen Straße. „Der Film liefert bekannte und unbekannte Ansichten der beiden Orte im Jahr 1953“, sagt Dührkop und sei damit tatsächlich ein zeithistorisches Dokument.

Jugendliche lassen jede Regel außer Acht

Die Geschichte des Films, der etwa 30 Minuten lang ist, ist schnell erzählt. „Eine Gruppe Jugendlicher macht sich mit dem Rad auf den Weg von Bremen nach Delmenhorst und lässt dabei jeder Regel außer Acht, die es im Straßenverkehr gibt“, erläutert Dührkop. Die Polizei muss eingreifen und verkehrserzieherisch auf die Gruppe einwirken. Ein „Höhepunkt“ des Film ist ein Unfall, bei dem ein Radler mit einem Motorrad kollidiert.

Der Stummfilm ist mit Zwischentiteln unterlegt. Dührkop selbst wird einführende Worte sprechen, bevor es heißt „Film ab!“. Zwar ist der Film nicht als Komödie angelegt, wie es im Falle von „Immer diese Radfahrer“ war, aber dennoch sei der Film sehr amüsant.