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Vernissage im Kleinen Haus Malwerkstatt Delmenhorst zeigt erste Ausstellung

Von Alexander Schnackenburg | 03.02.2016, 13:56 Uhr

Die Werkschau „Stillleben & mehr“ beinhaltet über 40 Bilder. Bei der Vernissage haben rund 100 Gäste die Arbeiten im Kleinen Haus betrachtet.

„So darf es weiter gehen!“ – Das zumindest findet Ulrich Thalmann, erster Vorsitzender der Malwerkstatt. Am Dienstagabend haben die derzeit rund 50 Mitglieder der Werkstatt ihre erste Ausstellung nach der „Umfirmierung“ von der Malschule zum eingetragenen Verein eröffnet. Bis zum 1. März bleiben die über 40 Bilder der Schau „Stillleben & mehr“ im Foyer des Theaters Kleines Haus hängen. Schon zur Vernissage haben etwa 100 Gäste die Arbeiten aus der Malwerkstatt betrachtet.

Neue künstlerische Leiterin

Wie Thalmann dem Publikum berichtete, hat die Werkstatt mit Beginn des Jahres zwei neue Kurse eingerichtet, einen für Anfänger sowie einen Zeichenkurs. Seit Dezember verfügt die Werkstatt mit Magdalena Vonsiem überdies über eine neue künstlerische Leiterin. An der Konzeption von „Stillleben und mehr“ hat sie bereits mit gestrickt – und die Bilder überraschend hoch aufgehängt. Sie wolle vermeiden, dass das Theaterpublikum versehentlich das eine oder andere Gemälde beschädige, wenn es in den Theatersaal ströme, so ihre Erklärung.

Teil der Bilder kann gekauft werden

Neben den für Stillleben typischen Motiven wie Blumen, Blättern oder Obstschalen haben die Künstler der Malwerkstatt auch Kerzen, Skulpturen, Möbel oder – im Falle Jürgen Bohlens – einen Weinheber mit verschiedenen Techniken gemalt, vornehmlich mit Acryl- und Ölfarben. Etwa zwei Drittel der Bilder stehen für Preise von rund 75 bis 500 Euro zum Verkauf.

Auffallend bunte Bilder

Hat Vonsiem die Stillleben der Ausstellung überwiegend gegenüber der Garderobe des Foyers angeordnet, so nimmt die „Bewegung“ in den Bildern Richtung Auditorium merklich zu. Dort etwa hängt Kunigunda Schwalenbergs wunderschöner „Lippfisch im Roten Meer“ oder auch Dagmar Ganders Gemälde eines Mannes und eines Mädchens, offenbar Vater und Tochter, die in trauter Zweisamkeit auf einem See Schlittschuh laufen: „Stille erleben“ hat Ganders das Bild untertitelt. Schräg gegenüber hängt ebenfalls ein Bild, das vor allem von Idylle zeugt. Karin Horstmanns „Wiedersehen“ zeigt ein küssendes Liebespaar. Meeresimpressionen, das eine oder andere Porträt sowie vereinzelte abstrakte Werke runden die beeindruckende Palette aus durchweg auffallend bunten Bildern der Malwerkstatt Delmenhorst im Kleinen Haus ab.