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Video vom ersten Abrisstag Bagger nagt auch am zweiten Parkhaus in Delmenhorst

Von Thomas Breuer | 08.03.2017, 20:01 Uhr

Seit diesem Mittwoch sind es zwei Parkhäuser im Delmenhorster Stadtgebiet, an denen sich der Abrissbagger austobt.

Am Morgen sind die ersten Stücke aus der Fassade des City-Parkhauses am Stadtwall herausgebrochen worden, bis Ende Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Arbeiten werktags zwischen 7 und 17 Uhr

Laut Frank List, Bereichsleiter Service bei den Stadtwerken, geht der Abbruch montags bis freitags zwischen etwa 7 und 17 Uhr vonstatten. In umliegenden Gebäuden werden nach den Worten von Teja Mankopf, Gruppenleiter Planung und Bau bei den Stadtwerken, die Erschütterungen gemessen, um gegebenenfalls auf ein anderes Vorgehen bei den Arbeiten umzuschwenken. Der Mittwoch sei auch deshalb noch als Testphase eingestuft worden.

Künftig wohl keine Brücken zu Kaufpark und City-Center

Wenn das alte Parkhaus verschwunden ist, soll ein neues entstehen – vermutlich ohne Brücken zum Kaufpark und zum City-Center.

Die Perspektiven, die Stadtbaurätin Bianca Urban unweit des Abrissbaggers vermittelt, klingen vielversprechend. Das neue Parkhaus am Stadtwall, das im Sommer 2019 stehen soll, werde barrierefrei sein, über zwei Fahrstühle verfügen, eine gute Orientierung und selbst für breitere Fahrzeuge komfortable Stellflächen bieten. Auch das Thema E-Mobilität und ein Raumangebot für Zweiräder werden nach ihren Worten Berücksichtigung finden.

Neues Innenleben in Systembauweise

Wie das künftige Gebäude aussehen und wer es bauen wird, kann aber auch Urban gegenwärtig noch nicht sagen. Bauherr ist die Parkhausgesellschaft unter dem Dach der Stadtwerke, und die muss eine Ausschreibung samt Diskussion der Fassade erst auf den Weg bringen. Während die einzelnen Parkpaletten von darauf spezialisierten Firmen in gängiger Systembauweise hergerichtet werden, gibt es Gestaltungsmöglichkeiten beim Ausmaß und der Fassade.

Künftig bis zu 620 Parkplätze

Angedacht ist, das neue Parkhaus auf der bislang genutzten Fläche von etwa 80 mal 35 Metern neu zu errichten. Durch die etwas größeren Einzelstellflächen könnte es aber noch in die Breite gehen. Das Investitionsvolumen ist schon einmal mit 4,2 Millionen Euro angegeben worden, allerdings auf Basis von 420 Parkplätzen. Bei inzwischen angedachten 620 Plätzen dürfte es sich noch einmal spürbar erhöhen. Die größere Zahl ist notwendig, weil bis zu 200 Stellflächen dem JHD Mitte für seine Mitarbeiter dauerhaft überlassen werden könnten. Gespräche darüber laufen zwischen Stadtwerken und Krankenhaus.

Stadtwall bald wieder durchgängig befahrbar

Für die Abrissarbeiten bleibt der Stadtwall voraussichtlich noch bis wenige Tage vor dem Monatsende voll gesperrt. Danach wird laut Frank List, Bereichsleiter Service bei den Stadtwerken, eine Teilsperrung ausreichen. Von der zur Verfügung stehenden Fahrbahn soll die Baustelle durch einen massiven Zaun abgegrenzt werden. Die Vollsperrung kann nach seinen Worten bald aufgehoben werden, weil sich der Bagger nach den anfänglichen Arbeiten seitwärts in Richtung Marktstraße durchfressen soll.

„Einen Abriss ohne Staub gibt es nicht“

„Einen Abriss ohne Staub gibt es nicht“, sagt List zu den Begleiterscheinungen der Arbeiten. Da aber laufend ein Wasserstrahl auf die gerade bearbeitete Stelle gerichtet werde, soll sich die Belästigung für Anwohner in Grenzen halten.

Dass in der Stadt gegenwärtig viel gewerkelt wird, sieht Stadtbaurätin Urban positiv: „Es ist ein gutes Zeichen der Dynamik, wenn Kräne in der Stadt stehen.“