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Viertelmillion Euro mehr Kosten Feuerwehrhaus Hasbergen wird teurer als gedacht

Von Kai Hasse | 05.10.2017, 21:43 Uhr

Das neue Feuerwehrhaus Hasbergen wird teurer als bisher geplant. Nach derzeitigem Stand der städtischen Bauplanung Delmenhorsts geht man von Mehrkosten von 267.000 Euro aus. Das wurde in der Sitzung des Ausschusses für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr bekannt gegeben.

Der derzeitige Boom in der Baubranche verteuert den Neubau des Feuerwehrhauses Hasbergen. Der Chef des Delmenhorster Gebäudemanagements, Andreas Tensfeldt, geht derzeit von 267.000 Euro mehr als gedacht aus.

Gequältes Raunen unter Politikern

Im Ausschuss für Gesundheit, Verbraucherschutz und Gefahrenabwehr, in dem Tensfeldt die Hiobsbotschaft überbrachte, herrschte gequältes Raunen, als er das erklärte. Die erhöhten Kosten setzen sich demnach zusammen aus: 110.000 Euro mehr allgemeine Baukosten; 20.000 Euro mehr an Erdarbeiten durch eine ungünstig liegende Senke; 80.000 Euro mehr für die Pflasterarbeiten wegen neuerer Überlegungen über die Belastung durch die schweren Fahrzeuge; sowie 15.000 Euro für Rauchmelder. Die Rauchmelder seien jetzt nachgeplant worden, weil immer öfter Feuerwehrgebäude brennen würden. Zuvor waren sie wegen der leichten Fluchtwege und nicht ständiger Besetzung für unnötig gehalten worden.

Schlechte Auftragslage durch Bauboom

Der größte Posten, die allgemeinen Baukosten, lägen vor allem an einem enormen derzeitigen Bauboom. „Ich habe so etwas noch nie erlebt, dass es im Baubereich so dermaßen brummt“, sagte Tensfeldt. Die gute Auftragslage der Baufirmen sorge dafür, dass kaum günstige Angebote zu bekommen seien. „Wir können tatsächlich froh sein, wenn wir Angebote bekommen“, so Tensfeldt. Ursprünglich eingeplant waren knapp 2,2 Millionen Euro Gesamtkosten.

„Sparliste“ zum Gegensteuern

Die Verwaltung hat bereits eine Art „Sparliste“ für einzelne Bestandteile des Hauses für den Haushalt 2018 angemeldet. Trennen könnte man sich demnach unter anderem von Vordächern am vordern und hinteren Eingang, einer mobilen Trennwand im 100 Quadratmeter großen Tagungsraum oder einem Übungs-Löschteich, der aus Sickerwasser vom Grundstück gespeist worden wäre. Damit müsste die Feuerwehr „einige Kröten schlucken“, so Tensfeldt, aber die Mehrkosten würden sich um 77.000 Euro verringern.

Politik gegen billigere Version

Der Ausschuss machte das aber nicht mit. Mit Initiative vom christdemokratischen Ausschuss-Chef Hermann Thölstedt („Bei der Gesamtsumme sollten wir nun nicht bei 77.000 Euro einsparen“) sprachen sich die Fraktionen dagegen aus, die Baupläne wegen der höheren Kosten einzuschränken. Das Festhalten an allen Merkmalen des Hauses wollen sie in die kommenden Haushaltsberatungen einbringen.

Bau selbst ist im Plan

Eine gute Nachricht hatte Tensfeldt dabei: Grundlegend sei der Bau selbst im Plan. Das Richtfest soll am 27. Oktober sein. Bis Ende diesen Jahres würden bereits 1,36 Millionen Euro verbaut sein. Man gehe weiter von einer Fertigstellung im Sommer 2018 aus.