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Von Aufstieg und Niedergang Die Delmenhorster Modeindustrie im Spiegel der Zeit

Von Jasmin Johannsen | 03.09.2016, 13:51 Uhr

„Delmod“ machte Delmenhorst im vergangenen Jahrhundert weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Nun befasst sich das Stadtmuseum mit dem Aufstieg und Niedergang der Modeindustrie.

Mit einem multimedialen Ausstellungsbereich zur Bekleidungsindustrie will das Stadtmuseum an die Zeiten erinnern, in der die Mode aus Delmenhorst europaweit bekannt war. Am morgigen Sonntag wird die Sektion innerhalb des Museums eröffnet. (Weiterlesen: Gunter David hat die Blütezeit von Delmod erlebt)

Von den Anfängen 1911 bis zum Niedergang 2003

„Es ist wirklich sensationell, was alles zusammen gekommen ist. Neben einem Delmod Mantel und einem Kostüm finden auch zahlreiche Fotos, Zeitungsartikel und alte Maschinen ihren Platz in der Ausstellung“, freut sich Museumsleiter Dr. Carsten Jöhnk. (Weiterlesen: Stadt will Delmod-Gelände kaufen)

Dokumentiert werden die Anfänge der Modebranche in Delmenhorst ab dem Jahr 1911, der Aufstieg und schließlich der Niedergang im Jahr 2003. Der Ausstellungsbereich basiert auf der Sonderausstellung „Mode made in Delmenhorst“, die von 2014 bis 2015 im Nordwolle-Museum zu sehen war.

Begrenzte Auswahl an Ausstellungsstücken

Für das Stadtmuseum musste die Projektleiterin Barbara Würnstl ihre Auswahl der Ausstellungsstücke allerdings begrenzen. „Nun fügen sich die Exponate aber auch thematisch gut in das Stadtmuseums ein“, findet Würnstl. Neben der industriellen Produktion wird die Bekleidungsindustrie auch als Arbeitgeber, die modische Entwicklung und die Werbestrategien beleuchtet. Dabei kommen an zwei interaktiven Medienstationen ehemalige Beschäftigte aus sechs Abteilungen zu Wort. „Uns war besonders wichtig die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen“, erklärt Würnstl. Dadurch könne die Delmenhorster Modehistorie persönlicher vermittelt werden.