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Von der Gemeinde „Zu den Zwölf Aposteln“ Delmenhorster Krippe verdoppelt sich

Von Vincent Buß | 17.11.2018, 13:26 Uhr

Doppelt so groß wie vorher ist nun die Krippe der Delmenhorster Kirchengemeinde „Zu den Zwölf Aposteln“. Doch die neu geschaffenen Plätze sind bereits vergeben.

Die Krippe im alten Pfarrhaus an der Breslauer Straße 82 ist gewachsen: um einen neuen Gruppenraum, ein Bewegungszimmer, einen Schlafraum sowie ein Bad. Dadurch kann sie jetzt 30 statt wie vorher 15 Kinder aufnehmen. Am Freitag, 16. November, wurden die neuen Räume eingeweiht, die Kinder kommen schon seit Anfang November.

Darum verzögerte sich der Start

„Eigentlich wollten wir mit den Kindern schon zum 1. August starten“, berichtete Krippenleiterin Anna-Lena Martschin am Freitag. Also zu Beginn des Krippenjahres. Doch beispielsweise ausgefallene Handwerker und das schlechte Wetter hätten den Bau verzögert, sagte Martschin. Somit wurden die Eltern auf den 1. November vertröstet. Für die bereits bestehende Gruppe von 15 Kindern mussten Übergangslösungen gefunden werden.

Die Krippenkinder fanden zunächst im Kindergarten der Kirchengemeinde Unterschlupf und dann im Gemeindehaus. „Unseren Sohn Ben hat das überhaupt nicht gestört“, erzählten Claas und Stefanie Huntemann. „Die Erzieher haben die Kinder sehr gut begleitet.“ Nicht nur mit den Räumen, auch mit dem umgestalteten Außenbereich ist die Familie sehr zufrieden. „Die Krippe hat sich hier sehr viel Mühe gegeben.“

So viel kostete der Anbau

Gekostet hat der Anbau rund 360.000 Euro. Davon steuerte die Kirchengemeinde 36.000 Euro bei, den Rest übernahm die Stadt. Oberbürgermeister Axel Jahnz freute sich am Freitag über den Anbau. Er lobte die Kirchengemeinde insgesamt, auch für ihren Kindergarten. Denn dort wurde ihm zufolge in die erste ausländische Mitarbeiterin in einem Delmenhorster Kindergarten eingestellt. „Damals war das ein großer Kampf“, erinnerte sich Jahnz. „Heute ist es selbstverständlich.“

Frauke Schmidt von der evangelisch-lutherischen Landeskirche Delmenhorst betonte während der Eröffnung, dass der Eintritt in die Krippe ein großer Schritt für die Kinder sei. Die Erzieher würden nun auch zu Bezugspersonen für die Kinder.

Informationen für Eltern

Auch beim Personal stockte die Krippe um die Hälfte auf, auf nun acht Erzieher für zwei Gruppen. Betreut werden Kinder im Alter von acht Monaten bis drei Jahren. Die Kernzeit beträgt 8 bis 16 Uhr. Eltern, die sich für einen Krippenplatz interessieren, müssen allerdings noch warten. Alle Plätze sind laut Leitern Martschin bereits vergeben.