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Von Freizeittipps bis zu essbaren Gesichtsmasken Junge Delmenhorsterinnen tüfteln an Mädchenkalender

Von Frederik Grabbe | 04.08.2015, 16:04 Uhr

Sie geben Tipps für den besten Cocktail zur jeweiligen Jahreszeit, sie verraten, welche Youtube-Kanäle es sich zu schauen lohnt – und sagen, wie sich eine Gesichtsmaske essen lässt: In der Oberschule Süd tüfteln derzeit 14 Mädchen an dem Mädchenkalender 2016. Kurz vor Weihnachten wird das Werk in den Jugendhäusern der Stadt ausliegen und in den weiterführenden Schulen verteilt.

Sie geben Tipps für den besten Cocktail zur jeweiligen Jahreszeit, sie verraten, welche Youtube-Kanäle es sich zu schauen lohnt – und sagen, wie sich eine Gesichtsmaske essen lässt: In der Oberschule Süd tüfteln derzeit 14 Mädchen an dem Mädchenkalender 2016. Kurz vor Weihnachten wird das Werk in den Jugendhäusern der Stadt ausliegen und in den weiterführenden Schulen verteilt.

Früchte auf dem Gesicht liegend gereift

Man nehme: Ananas und Erdbeeren in Stückchen, dazu ein paar Löffel Joghurt, rühre alles zusammen und fertig ist die Paste, die nachher auf dem Gesicht landet. Die Gesichtsmaske soll gut für die Haut sein – und lecker. Das behauptet zumindest Paula (12), Teilnehmerin beim städtischen Sommerferienprogramm, in dessen Rahmen der Mädchenkalender erstellt wird. Selbst probiert hat sie die Maske aber noch nicht.

Youtube „besser als Fernsehen“

Andere Mädchen halten sich eher ans Internet: Angelina (12) Julia (15) und Janice (12) erstellen eine Übersicht über Youtuber, Videofilmer, die über die Internetplattform Youtube Videos veröffentlichen. „ApeCrime ist superlustig. Die drei Jungs bekommen Aufgaben von Zuschauern gestellt und treten dann gegeneinander an, indem sie zum Beispiel ein verrücktes Bild malen“, erzählt Angelina. Die Übersicht soll zehn Kanäle umfassen. Die drei Mädchen schauen selbst gerne bei den Youtubern rein, „das ist besser als Fernsehen“, stellt Angelina fest.

Selbständiges und kreatives Arbeiten

Das Themenspektrum im Kalender ist weit gesteckt und reicht von Rezepten, die die Mädchen in der Mittagspause selber kochen, bis zu Witzen und Freizeittipps für Jugendliche in Delmenhorst.

„Es geht darum, dass die Mädchen selbstständig und kreativ arbeiten und lernen, mit der PC-Technik wie Layoutprogrammen umzugehen“, sagt die Sozialpädagogin Swetlana Gottwald. Sie betreut den Kurs mit Kolleginnen aus dem Mädchen-Arbeitskreis Gemeinsame Sache (GeSa), der sich aus Pädagogen der städtischen Jugendhäuser, der Delmenhorster Jugendhilfestiftung und dem Fachdienst Jugendarbeit zusammensetzt. Der Kalender wird nach 2013 zum dritten Mal erscheinen. „Trotzdem doppeln sich kaum Themen “, sagt die Sozialpädagogin Sonja Eberhardt. „Die Mädchen finden immer wieder etwas Neues, was sie für den Kalender verarbeiten.“