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Vor dem Schulanfang Delmenhorster TÜV-Experten geben Tipps für Schulweg

Von Marco Julius | 22.08.2015, 15:13 Uhr

Die Ferien neigen sich langsam dem Ende zu. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres im September ist im Verkehr wieder erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.

Keine zwei Wochen mehr, dann fängt die Schule wieder an. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres strömen erneut Erstklässler auf die Straßen, für die nicht nur die Schulbank, sondern auch die Teilnahme am Straßenverkehr neu und gänzlich ungewohnt ist. Auf dem Weg zur Schule müssen sich die ABC-Schützen erstmalig alleine zwischen Autos, Bussen, Zebrastreifen und Co. zurechtfinden. „Das bedeutet Gefahr für die Kinder und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit von allen Verkehrsteilnehmern“, sagt Andreas Vogelsang, Leiter der TÜV-Station Delmenhorst.

Kinder lassen sich leicht ablenken

Kinder können aufgrund ihrer Körpergröße leicht übersehen werden und müssen sich häufig zwischen am Fahrbahnrand geparkten Fahrzeugen vortasten, um den Verkehr einsehen zu können. „Das Blickfeld von Kindern ist zudem eingeschränkt und ihr Hörvermögen ist noch nicht ausgereift, so dass ihnen die Lokalisierung von Geräuschen schwerer fällt“, sagt Vogelsang. Besonders in der Nähe von Schulen und Wohngebieten sollte man daher den Fuß vom Gas nehmen. „Generell gilt, Kinder lassen sich leichter ablenken und verlieren so den Überblick über den Verkehr. Daher sind Autofahrer als erfahrenere Verkehrsteilnehmer in der Pflicht, besonders aufmerksam zu fahren und stets bremsbereit zu sein.“ Um Unfälle zu vermeiden, können auch Eltern einiges beitragen. „Der Schulweg sollte mit den Kindern gründlich geübt werden“, rät Vogelsang. „Der sicherste Weg ist dabei nicht immer der kürzeste. Um die Sicherheit der Kleinen zu garantieren, sollte man einen kleinen Umweg durchaus in Kauf nehmen.“ Wichtig ist, die jungen Verkehrsteilnehmer auf besondere Gefahren aufmerksam zu machen. „So gehört der Fußweg zwar eigentlich den Fußgängern, doch aus Hofeinfahrten und Garagen können Autos kommen“, erläutert der TÜV-Experte. Vogelsang empfiehlt Eltern, ihre Kinder in den ersten Wochen zu begleiten bis sie die Strecke und mögliche Gefahrenquellen gut kennen. Mit dem Fahrrad sollten Schulkinder frühestens ab der vierten Klasse und nach erfolgreicher Fahrradprüfung zur Schule fahren. „Denn das schnellere Tempo auf dem Rad verlangt mehr Aufmerksamkeit und Erfahrung im Straßenverkehr.“

Gut sichtbare Kleidung tragen

Neben der richtigen Strecke und Verkehrstraining gehört zu einem sicheren Schulweg auch die richtige Kleidung. „Damit die Kleinen im Straßenverkehr und bei Dämmerlicht besser gesehen werden, empfehlen wir helle, gut sichtbare Kleidung“, sagt Vogelsang. „Reflektoren oder eine Warnweste sorgen für zusätzliche Sicherheit.“