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Voraussetzungen stehen Aufatmen bei den 82 Delbus-Mitarbeitern

Von Thomas Breuer | 06.03.2015, 11:38 Uhr

Politik, Verwaltung und Bremer Straßenbahn AG (BSAG) sind sich nach monatelangem zähen Ringen einig über das Prozedere, wie die Delbus zum 1. Juni die ÖPNV-Konzession für die kommenden zehn Jahre erhalten kann, ohne dass eine europaweite Ausschreibung notwendig wird.

So soll gesichert werden, dass sich die Arbeitsbedingungen für die 82 Delbus-Mitarbeiter nicht verschlechtern. Diese hatten ihre Ängste davor bei Mahnwachen artikuliert .

Der Delbus-Gesellschafter Stadt konnte sich mit dem Delbus-Gesellschafter BSAG darauf einigen, dass sein Einfluss wächst. So hat im zehnköpfigen Aufsichtsrat, in dem die Stadt fünf Mandate hält, der Vorsitzende, den immer die Stadt stellen soll, bei Pattsituationen doppeltes Stimmrecht. Im Konsortialvertrag ist die BSAG davon abgerückt, den Geschäftsführer allein zu bestimmen. Dies muss künftig einvernehmlich erfolgen.

Die jetzige Ausgestaltung von Gesellschafter- und Konsortialvertrag ist am Mittwochabend einstimmig im städtischen Verwaltungsausschuss auf Antrag von SPD, CDU und Grünen angenommen worden. Der Rat muss diese Entscheidung am Dienstag, 24. März, noch bestätigen. In letzter Instanz hatte der Oberbürgermeister die Verhandlungen mit der BSAG-Spitze geführt. Zuvor waren Erster Stadtrat Gerd Linderkamp und SWD-Chef Hans-Ulrich Salmen damit betraut.

Die Konzession muss letztlich von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Niedersachsen erteilt werden.