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Vorfall in Delmenhorst Landgericht verhandelt brutale Vergewaltigung

Von Ole Rosenbohm | 24.10.2018, 21:37 Uhr

Eine brutale Vergewaltigung verhandelt seit Mittwoch das Landgericht Oldenburg. Laut Anklage soll sich ein heute 46-Jähriger vor etwa einem Jahr abends auf einem Firmengelände in Delmenhorst an der Frau vergangen haben.

Eine brutale Vergewaltigung soll sich auf einem Firmengelände in Delmenhorst ereignet haben, die seit Mittwoch vor dem Landgericht Oldenburg verhandelt wird. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft waren der in Delmenhorst wohnende Täter und das Opfer erstmals aufeinander getroffen, als sie ihn nach dem Weg fragte. Er zeigte sich hilfsbereit. So ließ er sie mit seinem Handy telefonieren und schaute auch auf seinem Smartphone übers Internet nach dem richtigen Weg.

Mann doch nicht hilfsbereit

Aber er wollte mehr von ihr, weswegen er ihr folgte – jetzt mit einer im Supermarkt gekauften Flasche Wein. Sie allerdings wehrte alle Avancen ab und sagte ihm deutlich, dass sie alleine gehen wolle.

Mit Schal geknebelt

Es nützte nichts. Als sie den Tatort erricht hatten, öffnete der Täter seine Hose, packte sich sein Opfer und band ihm einen Schal vor das Gesicht. Das Opfer habe kaum noch Luft bekommen, hieß es in der Anklage, es habe um sich geschlagen, schaffte es aber nicht, sich zu befreien. Der Täter verging sich an der Frau auf brutale Weise.

Tat hat bis heute Folgen

Die Tat von vor einem Jahr hat für die Geschädigte immer noch große Folgen, deutete der Richter am ersten Prozesstag an. Mehr darüber wird die Öffentlichkeit nicht erfahren – wenig später nach Verlesung der Anklageschrift wurden Besucher einschließlich Vertreter der Medien von der Verhandlung ausgeschlossen. Erst zur Urteilsverkündung ist die Öffentlichkeit wieder zugelassen.

Bis zu 15 Jahre Gefängnis möglich

Ob sich der Angeklagte zu der Tat bekannte, ist also unklar. Allerdings brachte sein Anwalt früh im Prozess die Möglichkeit eines Täter-Opfer-Ausgleichs ins Spiel. Der Strafrahmen bei einer sogenannten besonders schweren Vergewaltigung – und die würde hier wohl vorliegen, falls das Gericht der Anklage folgt – liegt bei zwei bis 15 Jahren Gefängnis.