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Vorfall in Delmenhorst Polizei: Neun Verdächtige haben Häuser ausgespäht

Von Sascha Sebastian Rühl | 13.11.2018, 15:08 Uhr

Am Sommerweg ist laut Polizei am Sonntag entgegen eines ersten Berichts eine Gruppe von neun Verdächtigen und nicht nur ein Paar kontrolliert worden. Die in Verbindung mit verschiedenen Eigentumsdelikten stehende Gruppe war in Delmenhorst durch ein für Einbrecher typisches Verhalten aufgefallen.

Insgesamt neun Männer und Frauen aus Rumänien im Alter von 27 bis 56 Jahren sind am Sonntag von der Polizei am Sommerweg kontrolliert worden. Die Personen hatten sich verdächtig gemacht, da sie an zahlreichen Haustüren klingelten. „Das ist typisches Einbrechervorgehen. So wird überprüft, ob der Haushalt leer ist“, sagt Polizeisprecher Albert Seegers auf Anfrage dieser Zeitung. Öffne jemand die Tür, würden als Grund für den Besuch Ausreden vorgeschoben. Die Personen seien der Polizei überregional im Zusammenhang mit Diebstählen und Einbrüchen aufgefallen, eine Verurteilung habe es bisher nicht gegeben. Die Gruppe sei nicht in Deutschland wohnhaft. Beweise für einen am Sommerweg begangenen Einbruch gebe es nicht. Die Polizei hatte die Gruppe vor Ort angewiesen, an keinen weiteren Türen zu klingeln.

Anwohner haben sich richtig verhalten

Dass ein Anwohner die Polizei verständigte, die dann die Personalien aufnehmen konnte, sei sehr hilfreich gewesen. „Das hat eine gute abschreckende Wirkung auf alle zukünftigen Taten“, lobt der Polizeisprecher den Griff zum Telefon. Die Polizei rate davon ab, Fremde ins Haus zu lassen und empfehle, in Verdachtsfällen die Beamten zu verständigen. „Es kann auch helfen, Kennzeichen zu notieren. Wir nehmen jeden Hinweis dankend an“, betont Seegers.