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Vorgezogene Landtagswahl Delmenhorst fehlen 60 Wahlhelfer

Von Frederik Grabbe | 19.08.2017, 13:12 Uhr

Die vorgezogene Landtagswahl in Niedersachsen am 15. Oktober bringt die Stadt Delmenhorst in Bedrängnis. 60 Wahlhelferfunktionen sind noch unbesetzt. Ganderkesee prüft gerade, wie Helfer einsetzbar sind.

Als die Grüne Landtagsabgeordnetete Elke Tweesten Anfang August ihren Fraktionswechsel zur CDU bekannt gab, kippte dies die politische Machtverteilung im niedersächsischen Landtag. Die in der Folge vorgezogene Landtagswahl am 15. Oktober bringt nun eine Vielzahl von Kommunen in Bedrängnis. Landesweit werden 80000 Wahlhelfer gesucht. Auch die Stadt Delmenhorst benötigt Kräfte.

Ferienzeit verursacht Helfermangel

 (Weiterlesen: Themenportal zur niedersächsischen Landtagswahl 2017) 

So spricht Stadtsprecher Timo Frers auf Anfrage von „erheblichen Problemen“, die Wahlvorstände zu besetzen. „Insbesondere da der Wahltermin in die Herbstferien fällt, haben viele Wahlhelfer Urlaub genommen und sind am 15. Oktober verreist.“ Derzeit versucht die Stadt, Wahlhelfer zu akquirieren, die bei der eigentlichen Wahl am 14. Januar 2018 zum Einsatz kommen sollten. Auch wenn noch nicht alle Antworten eingetroffen seien, zeichnen sich laut Frers schon jetzt „große Lücken“ in den Wahlvorständen ab. Rund 60 Wahlhelferfunktionen seien noch zu besetzen.

Verwaltungsmitarbeiter vermehrt beteiligt

Um diese Löcher zu stopfen, sollen nun Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie weitere Freiwillige eingesetzt werden. Dass Verwaltungskräfte bei Wahlen eingesetzt werden, ist laut Frers in Delmenhorst gut gelebte Praxis. Sie machen 65 Prozent aller Helferinnen und Helfer aus.

Freiwilligkeit soll weiterhin gelten

Notfalls könnten Wahlberechtigte per Gesetz zur Übernahme der ehrenamtlichen Vorstände verpflichtet werden, schreibt Frers. Dies soll aber eine theoretische Möglichkeit bleiben, „in Delmenhorst wird nach wie vor auf Freiwilligkeit gesetzt“.

Ganderkesee prüft noch, ob ein Mangel bestehen könnte

Ob es auch in Ganderkesee zu einem Mangel an Wahlhelfern kommt, ist laut Sprecher Hauke Gruhn noch nicht absehbar. Die Berufungen seien gerade erst verschickt worden. Auch in der Gantergemeinde werden Mitarbeiter der Verwaltung eingesetzt werden.

In Delmenhorst können sich interessierte Wahlhelfer per E-Mail unter wahlen@delmenhorst.de oder telefonisch unter (04221) 99 2361 oder 992365 melden. Infos über Land- und Bundestagswahl sind im Netz unter www.delmenhorst.de/wahlen verfügbar. In Ganderkesee ist der Kontakt unter (04222) 44108 möglich, Infos gibt es unter www.gemeindeganderkesee.de/wahlen.html.