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Vorlesetag in Delmenhorst Weite Welt und Wäscheständer

Von Marie Busse | 16.11.2018, 19:45 Uhr

Das Lesen zu fördern, damit kann nicht früh genug angefangen werden. Am Freitag ist das an ganz unterschiedlichen Stellen in Delmenhorst geschehen.

„Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne“, das sagte bereits der deutsche Dichter Jean Paul und hatte wahrscheinlich die Fantasie im Sinn. Raus aus den Stuben, in ferne Welten ging es buchstäblich am Vorlesetag, am Freitag, 16. November. Über 200 Aktionen wurden in der ganzen Stadt organisiert, mit 19 Aktionen war das Max-Planck-Gymnasium Spitzenreiter.

Ungewöhnliche Vorleseorte

Ungewöhnlich ging es allerdings in der Wäsche Welt zu. Schon früh am Morgen lauschten 13 Kinder des Sankt-Polykarp-Kindergartens und ihre Erzieher der „Geschichte von Friedemann“. Zwischen Unterwäsche-Ständern und Regalen mit Strumpfhosen las Bärbel Seidel, Inhaberin von Wäsche Welt den Vorschulkindern vor.

Mit dabei war auch das dk. Redakteur Thomas Breuer erklärte 17 Kindern der Kita Süd, wie eine Zeitung produziert wird. Außerdem hatte er das Bilderbuch „Ein Blatt im Wind“ mitgebracht. Darin erzählt eine sprechende Tageszeitung aus ihrem ereignisreichen Leben.

Über Ausbildungsberufe lernen

Ein etwas älteres Publikum zog es zur Firma Petershagen. Tim Schaffarzyk, kaufmännischer Leiter, las aus, passend zur Umgebung, aus einem Baustellen-Krimi. „Durch solche Aktionen können wir Schülern unseren Betrieb und die Ausbildungsberufe zeigen“, sagte er. Bei den 26 Neuntklässlern kam das gut an: „Die Geschichte war hier einfach anschaulicher“, sagte Schülerin Lisa.

Ein weiterer ungewöhnlicher Vorleseort: In der Friedhofskapelle auf an der Oldenburger Straße gab Rosemarie Lux unterhaltsame Erlebnisse von Online-Oma Renate zum Besten.

Hoffnung auf Titel

Die Stadt hofft mit den Aktionen den Titel „Vorlesestadt des Jahres 2018“ zu ergattern. Die Gewinner werden Mitte Dezember bekannt gegeben.