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Vortrag in Delmenhorst Die Türkei als regionale Macht

Von Frederik Grabbe | 23.05.2016, 20:23 Uhr

Die Türkei als regionale Macht in der Krise – und als Land, in dem die Demokratie ausgehöhlt wird: Ein Vortrag am 8. Juni im Haus Adelheide beschäftigt sich mit der jüngsten Entwicklung der Türkei.

Die Türkei, und besonders die Aushöhlung demokratischer Strukturen unter Präsident Recep Erdogan, steht im Zentrum eines Vortrags im Haus Adelheide an der Abernettistraße. Am Mittwoch, 8. Juni, 19.30 Uhr, wird der Politologe Dr. Heinrich Heiter auf Einladung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) unter dem Titel „Die Türkei – Radikale Wende einer Regionalmacht“ vortragen.

Teils selbst verursachte Konfliktfelder

„In der Konfliktregion des Mittleren Osten hat die Türkei eine zentrale Rolle eingenommen. Gleichzeitig ist sie mit einer Reihe unterschiedlicher, teils selbst verursachter Konfliktfelder konfrontiert“, kündigt die GSP an. Syrien, Irak, der IS, Russland die EU und die Flüchtlinge seien solche Konfliktherde, Präsident Erdogan habe erneut eine militärische Auseinandersetzung mit den Kurden initiiert, die über die Grenzen der Türkei hinausgeht. Außerdem verfolge er das Ziel der Errichtung einer Präsidialherrschaft. (Weiterlesen: Merkel bei Erdogan: Ohne Umkehr keine schnelle Visafreiheit)

Bis zu 2,8 Millionen Flüchtlinge

Zusätzlich sei die Türkei mit bis zu 2,8 Millionen Flüchtlingen konfrontiert. Die gesteigerte Bedeutung als Verhandlungspartner in der Flüchtlingspolitik stoße in der EU dabei nicht nur auf Wohlwollen.