Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Vortragsabend am 28. Oktober Autor zeichnet Psychogramm Putins in Delmenhorst

Von Heike Bentrup | 08.10.2015, 15:35 Uhr

Wie gefährlich ist Wladimir Putin? Dieser Frage will der Autor und Journalist Boris Reitschuster, langjähriger Leiter des Moskauer Focus-Büros, am Mittwoch, 28. Oktober, ab 19.30 Uhr anlässlich eines Vortragsabends in der „Oase Haus Adelheide“, Abernettistraße 43, nachgehen.

Unter dem Titel „Das System Putin“ deckt er laut Ankündigung auf, wie der Ex-KGB-Oberstleutnant in Russland ein autoritäres Regime errichtete. Gleichzeitig will er ein Psychogramm Wladimir Putins zeichnen.

Veranstalter des Vortragsabends sind der Standortälteste der Bundeswehr in Delmenhorst, Oberstleutnant Stephan Fey, und der Leiter der Sektion Delmenhorst in der Gesellschaft für Sicherheitspolitik, Rolf Dieter Wienand.

Putins „Demokratur“

„Anti-westliche Stimmungsmache, Kriegshetze, Hurra-Patriotismus und die Gleichschaltung von Parlament, Justiz und Medien prägen Putins Russland“, heißt es in der Ankündigung. Von „lupenreiner Demokratie“ könne nicht die Rede sein: Putins „Demokratur“ sei eine autoritäre Diktatur im westlichen Gewand. Das zeigten die Konflikte in Georgien, der Machtwechsel zwischen Medwedew und Putin, die Fälle Pussy Riot und Chodorkowskij sowie die Besetzung der Krim. Putins Ideologie stamme aus der Giftkiste von KGB und KPdSU. Der Westen sei diesem Politik-Stil nicht gewachsen: Viele fielen auf die Moskauer Propaganda herein.

Diskussion nach Vortrag

„Boris Reitschuster dechiffriert das System Putins und erklärt, wie dieser mächtige und gefährliche Mann den Westen korrumpiert“, heißt es. Mit zahlreichen „schockierenden“ Beispielen mache er deutlich, wie menschenverachtend und zynisch der Staat seine Bürger behandele. Reitschuster zeige, „warum das Wegsehen und Beschönigen – nicht nur wegen der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas – fatale Folgen für uns hat“.

Dem Vortrag folgt eine Diskussion mit den Vortragsgästen.