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Vortragsreihe in Markthalle Josef-Hospital Delmenhorst veranstaltet Gesundheitswochen

Von Jan Eric Fiedler, Jan Eric Fiedler | 19.02.2016, 19:05 Uhr

In den Gesundheitswochen präsentieren sich die Stationen der Standorte Deichhorst und Mitte. Die Patienten erhalten Informationen, Tipps und lernen die Teams der Krankenhäuser kennen.

Von der Endoprothese über die Anästhesie bis hin zur Wirbelsäulenchirurgie: Das Josef-Hospital Delmenhorst stellt in der kommenden Woche sowie vom 7. bis 10. März sein Leistungsspektrum bei den Gesundheitswochen in der Markthalle vor. Ärzte aus den beiden Standorten Mitte (ehemals St. Josef Stift) und Deichhorst (Klinikum) geben in ihren Vorträgen Tipps. Zudem haben die Besucher die Möglichkeit, die Teams der einzelnen Stationen kennenzulernen.

Abbau von Doppelstrukturen, Gewinn an Qualität

Am Dienstag stehen die Bereiche Orthopädie und Unfallchirurgie auf der Tagesordnung. Sie gehören zu den Stationen, die im September 2015 zusammengelegt wurden, und sind jetzt allein am JHD Deichhorst angesiedelt. Was immer als Abbau von Doppelstrukturen bezeichnet wurde, ist für Klinikdirektor Jörg Retzlaff ein Gewinn an Qualität.

Endoprothetik-Zentrum soll entstehen

Ein Thema seiner Abteilung bei den Gesundheitswochen wird die Endoprothetik sein, also das Einsetzen künstlicher Gelenke. In diesem Bereich soll das JHD jetzt als Endoprothetik-Zentrum zertifiziert werden. Auch hat die Versorgungsqualität laut Retzlaff durch die Zusammenführung der Stationen beider Krankenhäuser profitiert.

Künstliche Kniegelenke kommen aus dem 3D-Drucker

Und auch die Technik entwickelt sich weiter. Die Knieprothesen können im JHD jetzt individuell auf den Patienten angepasst werden. Während es bei herkömmlichen Prothesen lediglich acht Größen zur Auswahl gibt, können nun auch im 3D-Drucker gefertigte Modelle eingesetzt werden. „Wir können viele Teile individuell ersetzen. Das ist gerade für die Jüngeren ideal“, erklärt Retzlaff. Auch könnten Hüftgelenke mittlerweile häufig mit einer minimalinvasiven Operation eingesetzt werden.

„Operiert wird nur, wenn der Patient davon überzeugt ist.“

Beratung wird vor der Operation groß geschrieben. Im JHD werde auf Patientenseminare – für dieses Jahr sind drei geplant – und individuelle Beratung gesetzt. Denn: „Operiert wird nur, wenn der Patient davon überzeugt ist“, sagt Retzlaff. Dazu gehört auch die Aufklärung über Nebenwirkungen, beispielsweise Infektionen nach der Operation. Das Josef-Hospital nimmt an einer Erhebung des Robert-Koch-Instituts zur Anzahl der nachoperativen Infektionen teil. „Wir sind da unter den zehn Prozent der besten Krankenhäuser“, sagt Retzlaff.

Die Beratung gehört ebenso wie eine qualitativ hochwertige Pflege und Physiotherapie zu der ganzheitlichen Betreuung, die für ein Endoprothetik-Zentrum gefordert ist.

Zahl der Operationen nach der Zusammenlegung massiv angestiegen

Die Qualität mache sich auch bei den Patientenzahlen bemerkbar. So hat Retzlaff in den Monaten nach der Zusammenlegung einen starken Zuwachs registriert. „Wir haben nicht nur ein Eins plus Eins, sondern sicherlich mindestens 50 Prozent dazu bekommen.“ Dies bestätigen die aktuellsten Zahlen: „Im vergangenen Jahr haben beide Häuser zusammen 250 Endoprothesen eingesetzt, jetzt sind es schon mehr als 70 seit Anfang des Jahres.“