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Wahlkampfversprechen eingelöst Delmenhorster OB Jahnz legt seine Einkünfte offen

Von Jan Eric Fiedler | 20.08.2015, 20:17 Uhr

Auf der städtischen Internetseite macht Axel Jahnz sein Gehalt und seine Nebeneinkünfte öffentlich. In diesem Jahr rechnet er mit Nebeneinkünften in Höhe von 6500 Euro.

Im Wahlkampf hat Oberbürgermeister Axel Jahnz versprochen, seine Einkünfte und Nebentätigkeiten öffentlich zu machen. Die Sitzungsgelder und Aufwandsentschädigungen wollte er für wohltätige Zwecke spenden. Jetzt löst er dieses Wahlversprechen ein und gibt auf der städtischen Homepage einen Einblick in seine Finanzen. Als Oberbürgermeister geht Jahnz insgesamt 41 Ehren-, Haupt- und Nebenämtern nach.

Grundgehalt: 9161,12 Euro

Für seine Tätigkeit als Oberbürgermeister erhält er ein Grundgehalt von 9.161,12 Euro brutto. Grundsätzlich richte sich die Besoldung nach der Einwohnerzahl der Kommune, heißt es auf der Internetseite.

EWE und LzO zahlen am meisten

Im vergangenen Jahr hatte Jahnz laut städtischer Homepage nach Amtsantritt aus seinen Nebenaufgaben Aufwandsentschädigungen in Höhe von 868,37 Euro erhalten. Für dieses Jahr rechnet er mit Nebeneinkünften von 6500 Euro, berichtete Jahnz dem dk. Bei diesen Tätigkeiten fallen die Einkünfte sehr unterschiedlich aus. In 27 Gremien gibt es kein Sitzungsgeld, von anderen Einrichtungen erhält er bis zu 380 Euro im Monat und zusätzlich noch Beträge für einzelne Sitzungen. Das meiste Geld zahlen die EWE und die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO). Bei der EWE erhält Jahnz für die Teilnahme an der Verbandsversammlung und der SPD-Gruppensitzung jeweils 200 Euro pro Sitzung sowie zusätzlich200 Euro für jede Sitzung und 250 Euro im Quartal für den Verbandsausschuss. Die LzO zahlt 300 Euro für die Teilnahme an der Verbandsversammlung sowie 205 Euro pro Sitzung und 380 Euro monatlich für die Teilnahme im Verwaltungsrat und in Ausschüssen.

Krankenhausholding hat noch kein Sitzungsgeld festgelegt

Auch auf lokaler Ebene gibt es Geld für Sitzungen: In den Aufsichtsräten der Abfallwirtschaft Delmenhorst (ADG), der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, der Entwicklungsgesellschaft der Stadt, der Gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft Delmenhorst (GSG), des Klinikums und der Stadtwerke sind es jeweils 30 Euro für eine Sitzung. Bei der Delbus gibt es pauschal 230 Euro im Halbjahr. Für Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der neu gegründeten Krankenhausholding wurde noch kein Sitzungsgeld festgelegt.

Erste Spenden sind verteilt

„Sämtliche Einkünfte aus Nebentätigkeiten werden von Oberbürgermeister Jahnz automatisch auf ein gesondertes Konto überwiesen und gespendet“, wird auf der Internetseite erklärt. Bisher seien dadurch 2650 Euro an soziale und kulturelle Einrichtungen in Delmenhorst gegangen. Erste Spenden erhielten laut Stadtsprecher Timo Frers unter anderem der Verein Stars for Kids, der Skatclub Delmebuben sowie das Projekt „Kunst integriert“. Zudem kündigte Jahnz gegenüber dem dk eine Spende in Höhe von 1000 Euro für die Kinderklinik an.