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Was macht eigentlich Dr. Norbert Boese? Jurist, Sportler und Eulenfreund bleibt in Delmenhorst aktiv

Von Paul Wilhelm Glöckner | 30.07.2018, 12:17 Uhr

Delmenhorsts früherer Oberstadtdirektor ist auch mit 78 Jahren noch zeitweise als Jurist aktiv. Tennis und sein Ehrenamt bei der jüdischen Gemeinde spielen inzwischen aber auch eine große Rolle.

Er kam aus Wilhelmshaven an die Delme und leitete von 1991 bis 2001 als Oberstadtdirektor die Stadtverwaltung –Dr. Norbert Boese, Jurist, Sportler und Kunstliebhaber. „Ich bin begeisterter Hasporter und spaziere oft mit meinem Rauhaardackel Emil durch die Gegend und erfreue mich am See und an den schönen Häusern in unserem Viertel“, sagt der 78-Jährige. Gern denkt er an seine Zeit im Rathaus zurück, an „die parteiübergreifende gute Zusammenarbeit zwischen Rat und Verwaltung“ und besonders an seine Gründung des Kriminalpräventiven Rates, „was bis heute zu einer Reduzierung der Kriminalität um 40 Prozent geführt hat“.

Tennisspieler und Eulensammler

Immer noch als Sozius in einer Vegesacker Anwaltskanzlei tätig, gehört seine Freizeit dem Tennisspiel. Er hat das Goldene Sportabzeichen und schwimmt gern. Besonders stolz ist er auf sein Eulen-Museum: „Ich habe 7000 Bilder, Stofftiere und Skulpturen dieser Vögel gesammelt. 1500 bevölkern schon jetzt das Kaffeehaus im Gut Dauelsberg, und dort werden eines Tages auch die übrigen ihre Plätze finden.“

Engagement für jüdische Gemeinde

Aktiv hat sich Norbert Boese seit 17 Jahren auch für die jüdische Gemeinde eingesetzt. Damals hob er den Freundeskreis für diese religiöse Gemeinschaft aus der Taufe, den er leitet. „Wir hoffen, damit einen Beitrag zur Offenheit zwischen allen Konfessionen leisten zu können. Wir wollen Brücken schlagen und in unserer Stadt gemeinschaftlich zusammenleben.“