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Wege in die Kommunalpolitik Delmenhorsterin absolviert Mentoring-Programm

Von Lennart Bonk | 02.12.2015, 07:43 Uhr

Frauke Wöhler aus Delmenhorst bereitet sich gezielt auf Aufgaben in der Kommunalpolitik vor.

Das Bundesland Niedersachsen hat im Vorfeld der kommenden Kommunalwahlen am 11. September 2016 das Mentoring-Programm „Politik braucht Frauen“ auf den Weg gebracht. Bereits zum fünften Mal bietet das Land damit Frauen die Möglichkeit, sich auf die Anforderungen der Kommunalpolitik vorzubereiten und sich für die Gestaltungsmöglichkeiten zu begeistern.

Frauke Wöhler einzige Delemnhorsterin

Unter den diesjährigen Teilnehmerinnen befand sich auch Frauke Wöhler von der CDU. Sie hat als einzige Delmenhorsterin am Mentoring-Programm teilgenommen. Die Teilnehmer, auch Mentees genannt, suchen sich einen politikerfahrenen Mentor und begleiten ihn zu Ratssitzungen. Somit können die Frauen erste Eindrücke aus der Welt der Kommunalpolitik sammeln. Wöhler hat ihren Parteikollegen Dr. Michael Adam über ein Jahr lang zu verschiedenen Sitzungen begleitet und konnte so erste praktische Erfahrungen in der Kommunalpolitik sammeln.

Neben der Praxis absolvierten die Programm-Teilnehmer auch drei verschiedene Pflichtveranstaltungen. Dort wurden Themen wie Ratsarbeit, Haushaltsplanung und die Kandidatur erläutert. „Das Haushaltsbuch ist eine Wissenschaft für sich, da waren die Tipps sehr hilfreich“, erklärte Wöhler. Sie besuchte zusätzlich zu den Pflichtveranstaltungen auch einen Rhetorikkurs, der ihr sehr viel gebracht habe. „Selbst wenn es mit der Politik nichts werden sollte, habe ich dennoch viel von dem Programm mitgenommen“, sagte die 42-Jährige, die sich auf die anstehende Kommunalwahl gut vorbereitet sieht.

Appell an Ratsparteien

Indes appellierte Petra Borrmann, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Delmenhorst, an alle Delmenhorster Ratsparteien, interessierte Frauen besser in die Ratspolitik einzubinden. Zwar liegt der Delmenhorster Rat mit einem Frauenanteil von 30 Prozent knapp über dem landesweiten Durchschnitt, dennoch wünschte sich Borrmann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männer und Frauen im Rat.