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Wegen Diebstahls vor Gericht Delmenhorster Schmuckdieb muss hinter Gitter

Von Frederik Grabbe | 10.08.2015, 16:40 Uhr

Er stieg in einen Juwelierladen ein und stahl Schmuck: Vor Gericht hätte am Montag der Fall eines jungen Delmenhorsters verhandelt werden sollen. Bloß tauchte dieser nicht auf.

Eigentlich hätte am Montag vor dem Landgericht Oldenburg der Vorwurf gegen einen 20-jährigen Delmenhorster wegen gemeinschaftlichen Diebstahls fortgeführt werden sollen. Doch der Angeklagte erschien nicht. Folgen hat sein Fernbleiben trotzdem.

Beute aus Plagiaten

Der junge Mann hatte im Mai 2014 zusammen mit einem Komplizen die Scheiben eines Juweliergeschäftes in der Cramerstraße eingeschlagen und die Schmuckstücke aus der Auslage geräumt. Blöd nur, dass der Schmuck aus Nachbildungen bestand. Reiche Beute machten die Täter also nicht.

In diesem Fall hatte in erster Instanz das Amtsgericht Delmenhorst eine Freiheitsstrafe von neun Monaten ausgesprochen. Darin einbezogen ist eine dreimonatige Freiheitsstrafe aus einem anderen Fall. Gegen dieses Urteil hatte der 20-Jährige Berufung eingelegt – zu deren Verhandlung er nun nicht antrat.

Angeklagter fehlt, Verteidigung zieht Berufung zurück

Rund 20 Minuten warteten Richterin, Staatsanwaltschaft und Verteidigung, letztendlich zog der Verteidiger die Berufung zurück. Den Angeklagten erwartet nun eine Freiheitsstrafe, deren Höhe aber noch nicht feststeht. Der Grund: Im Juli erst ist der Delmenhorster laut Verteidigung wegen räuberischen Diebstahls zu eineinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Diebstahl und Raub wegen Alkoholsucht

Mit dem Knauf eines Messers hatte er einem anderen in seiner Privatwohnung mehrere Platzwunden zugefügt. Danach nahm er dem Opfer 20 Euro ab. Der Angeklagte, so wurde es am Montag deutlich, ist alkoholabhängig und konsumiert Kokain und Marihuana. Seine Taten sollten seine Sucht finanzieren.

Weil es sich um mehrere Straftaten handelt, wird das Landgericht aus den Einzeltaten eine Gesamtstrafe bilden. Ein Termin dafür steht noch nicht fest.