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Wegen Totschlags Messerattacke in Delmenhorst: 48-Jähriger angeklagt

Von Eyke Swarovsky | 09.05.2016, 14:11 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Anklage gegen einen 48-Jährigen wegen mutmaßlicher Tötung erhoben. Der Mann soll seine ehemalige Lebensgefährtin bei einem Streit in Delmenhorst Anfang März mit mehreren Messerstichen getötet haben.

Die Anklage sei wegen des hinreichenden Tatverdachts des Totschlags erhoben worden, teilte die Behörde am Montag mit. Noch am Tatort wurde der Beschuldigte festgenommen. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft und muss nun eine Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren befürchten. Über eine Eröffnung des Hauptverfahrens hat das Landgericht Oldenburg noch nicht entschieden. Weiterlesen: Gegen Täter lag bereits Anzeige vor

Opfer stirbt im Krankenhaus

Am Abend des 7. März hatte der 48-Jährige in einem Mehrfamilienhaus an der Cramerstraße auf seine ehemalige Lebensgefährtin eingestochen. Die 46-Jährige wurde dabei schwer verletzt und verstarb kurz darauf im Krankenhaus.

Die Bluttat spielte sich vor den Augen von zwei Kindern ab, die im Anschluss von Notfallseelsorgern betreut wurden. Weiterlesen: Interview mit Notfallseelsorger Udo Dreyer – „Die Seele schützt sich“

Partner des Opfers erhebt Vorwürfe

Über die Motive der Tat schwieg die Polizei nach der Tat. Der neue Partner des Opfers, José M., äußerte damals jedoch gegenüber unserer Redaktion, dass der 48-Jährige das Paar bereits seit längerer Zeit bedrängt hatte. Er erhob Vorwürfe gegenüber den Ermittlungsbehörden, da die Frau ihren Ex-Partner bereits im Vorjahr angezeigt hatte. Nach der Trennung vor sieben Jahren sei der mutmaßliche Täter immer wieder gewalttätig geworden und habe Drohungen ausgesprochen.(mit dpa)